IBPM Lausitzring 2017

Das lange Vatertagswochenende verbrachten wir bei der IBPM auf dem Lausitzring. Den Freitag nutzten wir für ein paar Tests und auch, um einfach mehr Fahrpraxis auf der R1 zu bekommen. Mit uns waren auch das IDM Team Laux mit Sarah Heide und das Team Bergau mit Daniel Bergau unterwegs. Ich konnte mir einiges dort abgucken, aber zurzeit ist das noch eine andere Liga.

Nach den Qualifyings stand fest, dass ich mit meiner R1 von Startplatz vier starten würde. Damit war ich mehr als zufrieden, denn unter den über 30 Teilnehmern waren auch einige schnelle Jungs aus dem BMW S1000RR Cup, der ebenfalls dort stattfand.

Als der Mann mit der roten Flagge die Startaufstellung zum ersten Rennen verlassen hatte, dachte ich, die Welt geht unter. Alle um mich herum schalteten ihre Launchcontrol ein und gaben Vollgas, von meiner R1 mit dem Serientopf war natürlich nichts mehr zu hören. Aber da ich sowieso „oldschool“ starte und mich auf mein Gefühl verlasse, war mir das relativ egal. Als die Ampel ausging, konnte ich sofort zwischen Sarah Heide und Martin Nilsson vor mir durchgehen und die Führung des Feldes übernehmen. Ganz konnte ich die Pace meiner Gegner noch nicht mitgehen, was vielleicht auch den gebrauchten Reifen geschuldet war und so beendete ich das Rennen mit vier Sekunden Abstand auf die Spitze auf Platz vier und einer persönlichen Bestzeit von 1:44,7.

Das zweite Rennen fand bei hochsommerlichen 30 Grad am Nachmittag statt und ging über 17 Minuten plus eine Runde. Ich bog als Dritter in die erste Kurve ein und fand mich nach der ersten Runde auf Platz fünf wieder. Zur Mitte des Rennens schieden zwei Fahrer vor mir aus und ich war somit bereits Dritter. Ich schaute mir meinen dänischen Kollegen auf seiner BMW in den nächsten Runden an und entschied mich für ein finales Manöver vor der letzten Schikane. Ich konnte mich dann in der letzten Runde dort vorbeibremsen und kam knapp vor ihm ins Ziel. Das war der zweite Platz, aber da Sarah, die das Rennen gewann, außerhalb der Wertung fuhr, bekam ich die volle Punktzahl und führe nun auch diese Meisterschaft an.

IDM Hockenheim 2016

Ein Wochenende nach Most ging es weiter in Oschersleben mit den Endläufen zur Pirelli Superstock 600 Serie. Am Freitag wurde der ausgefallene Most Lauf nachgeholt, leider regnete es während des Rennens. Ich startete von der Pole Positíon, aber musste meine Gegner gleich ziehen lassen. Im Laufe des Rennens fand ich dann meinen Rhythmus, aber irgendwann passierte es dann doch: Rutscher übers Hinterrad und ab auf die Wiese. Die Streckenposten liessen mich nicht wieder zurück, weil ich sonst zuviel Dreck mit auf die Strecke genommen hätte und so kam ich ohne Punkte zurück in die Box. Mein Verfolger in der Meisterschaft hatte allerdings das gleiche Glück und rutschte aus, daher blieb der Punkteabstand gleich. Am nächsten Tag das gleiche Szenario, wieder Regen. Dieses Mal fuhr ich das Rennen sicher zu Ende, bekam als Dritter 16 Punkte und hatte damit die Serie vorzeitig gewonnen.

Nun musste meine Daytona schnell nach IDM Reglement umgebaut werden, weil wir bereits am folgenden Donnerstag zum Saisonfinale nach Hockenheim mussten. Dort angekommen galt es erst einmal einen Stellplatz zu finden. Nicht ganz einfach, wenn so manches holländisches Team mit 18 Meter Sattelzug und ausgebautem Reisebus anreist, um ihrem einzigen Fahrer einen standesgemässen Auftritt zu bieten. Entsprechend voll war das Fahrerlager, aber irgendwann hatten auch wir ein Plätzchen gefunden und bauten unser Equipment auf.

Am Freitag standen die freien Trainings an und ich war relativ gespannt, wo ich mich im Feld wiederfinde. Mit gebrauchten Reifen war mehr als Platz 15 nicht drin, aber ich kam so langsam in meinen Rhythmus. Wir bauten noch diverse Dinge um und die Rundenzeiten wurden immer besser. Leider wurde die Konkurrenz auch immer schneller, daher blieb es nach dem ersten Qualifying bei Platz 15.

Samstagmittag stand das zweite und entscheidende Zeittraining auf dem Zeitplan. Mit neuen Reifen und einer letzten Fahrwerksänderung konnte ich mich nochmals verbessern und meine Daytona auf Startplatz 13 stellen.

Um 18.00 Uhr war dann der Start zum ersten Rennen. Ich konnte meine Position in der ersten Runde halten, aber leider wurde das Rennen gleich wieder abgebrochen, da es zu einem Sturz im Feld gekommen war. Den Restart habe ich dann leider etwas verhauen, mit einem Wheelie kann man in so einem Feld nichts gewinnen und schon gingen einige Kontrahenten an mir vorbei. Ich konnte mich dann doch noch auf die 13. Position vorfahren und war damit ganz zufrieden.

Das zweite Rennen am Sonntag war relativ einfach für mich, die Pace meiner Vorderleute konnte ich nicht ganz mitgehen, aber nach hinten war auch genug Luft, sodass ich alleine meine Runden drehen konnte. Ein 14. Platz war die Ausbeute.

Wenn ich bedenke, mit welch geringem Aufwand im Vergleich zu den eingeschrieben Teams wir unseren Sport betreiben, muss ich zufrieden sein. Spaß hat es trotzdem gemacht und vor einen solchen Kulisse zu fahren ist schon beeindruckend.

Nun ist die Saison zu Ende und die Daytona ist verkauft. Erst einmal stehen in nächster Zeit die Schule und meine Ausbildung im Vordergrund. Ob ich nächstes Jahr eine komplette Saison bestreiten kann, wird sich zeigen.

Triumph Challenge Most

Nach einer längeren Sommerpause ging es endlich wieder weiter, dieses Mal in der Triumph Challenge im tschechischen Most. Wir reisten mit einem Rückstand von 15,5 Punkten auf den Führenden an und ich musste in beiden noch ausstehenden Rennen mindestens zwei Plätze vor ihm auf Platz eins ins Ziel kommen, um die Serie noch zu gewinnen. Ich hatte zwar über die Saison jedes Rennen deutlich gewonnen, aber leider auch zwei Ausfälle. Damit fehlten mir bestenfalls schon mal 50 Punkte.

Bei hohen sommerlichen Temperaturen ging es dann am Samstag in die Zeittrainings. Ich kam gut mit der Strecke zurecht und konnte meine Daytona mit 1,2 Sekunden Vorsprung auf den Zweiten auf die Poleposition stellen.

Sonntagmittag folgte dann der Start zum ersten Rennen, an dem auch der Vorjahresvizemeister Gabriel Noderer teilnahm. Ihn ließ ich gleich fahren, denn da er als Gaststarter keine Punkte bekam, war er mir egal. Ich wollte mich in der Nähe meiner Gegner aufhalten, um zu sehen, was passiert. Wie irrtümlich an anderer Stelle behauptet, habe ich das Feld nicht eingebremst, sondern bin lediglich vor ihm hergefahren. Alle drei Kollegen, mit denen ich eine Gruppe bildete, waren genauso schnell wie im Training bzw. im zweiten Rennen, als ich nicht dabei war. Wie auch immer, ich bekam die 25 Punkte, aber hatte immer noch 10,5 Punkte Rückstand vor dem letzten Rennen. Es bestand nur noch eine theoretische Chance die Meisterschaft zu gewinnen und ich entschied mich daher, mein eigenes Rennen zu fahren, auch um wieder in den Rhythmus zu kommen, denn nur ein Wochenende später ging es in Oschersleben um die Meisterschaft in der Pirelli Superstock 600 Serie, wo nun wirklich nicht langsam gefahren wird.

Mein stärkster Gegner während meiner „Triumph Karriere“, Gabriel Noderer, trat leider wegen eines technischen Defekts nicht an und so musste ich mein eigenes Rennen fahren, das ich dann mit mehr als 10 Sekunden Vorsprung gewann.

Pirelli Stock 600 Hockenheim

Der Hockenheimring und ich werden bestimmt keine Freunde mehr. Das freie Training lief noch ganz passabel, wir änderten ein paar Kleinigkeiten, montierten neue Reifen und dann sollte es im ersten Qualifying richtig vorwärts gehe Leider ging es nur seitwärts. Bereits in der zweiten Runde klappte mir in der letzten Kurve vor Start/ Ziel das Vorderrad ein. Die Daytona rutschte über den Asphalt und überschlug sich dann im Kiesbett. Ohne gezeitete Runde ging es auf dem Anhänger zurück ins Fahrerlager zur ersten Schadensdiagnose. Mit Unterstützung einiger Kollegen und Danger Dave von DS-Suspension wurde das Motorrad wieder in einen brauchbaren Zustand versetzt. Im zweiten Qualifying ließ ich erst mal ruhig angehen, ich wollte sicher sein, dass alles funktioniert. So kam der dritte Startplatz raus, was nicht so ganz schlecht war. Auf Pole stand Marc Buchner aus der IDM und auf  Platz zwei Felix Klinck, der den Hockenheimring wie seine Westentasche kennt.

Marc Buchner war nach dem Start nicht zu halten, aber ich konnte Felix hinter mir lassen. Nach einigen Runden konnte er mich überholen und ich hatte dann Max Böttcher hinter mir. Einige Augenblicke später hörte ich, dass Max hinter mir stürzt und auch mein Team zeigte mir dann an, dass er raus war. Um nichts zu riskieren, ließ ich zu Felix abreißen und fuhr das Rennen auf einem sicheren dritten Platz zu Ende. Ich merkte aber, dass ich nicht hundertprozentig konzentriert war  und der Unfall immer noch im Hinterkopf rumspukte. Ich zog mich dann zurück und versuchte bis zum zweiten Rennen etwas abzuschalten und mich zu konzentrieren.

Der Start zum zweiten Rennen war ähnlich wie der erste, Marc Buchner zog davon und ich konnte die zweite Position halten. Nach einigen Runden ging Felix dann vorbei und es begann ein ziemlich tolles Rennen. Wir wechselten dauernd die Position, in fast jeder Kurve versuchte der hintere sich vorbei zu bremsen und auch der Windschatten wurde gnadenlos ausgenutzt. Es machte richtig Spaß, weil wir uns auch immer die nötige Luft ließen. In der letzten Runde musste ich natürlich Kampflinie fahren, denn ich war mir sicher, dass Felix es auf jeden Fall nochmal versuchen würde. Letztendlich konnte ich aber den zweiten Platz mit hauchdünnem Vorsprung ins Ziel retten.

Ich führe nun die Wertung in der Meisterschaft wieder deutlich an und freue mich auf die nächsten drei Läufe in Oschersleben Mitte September.

Pirelli Stock 600 Dijon

In der letzten Juli Woche waren wir in Frankreich auf der Rennstrecke bei Dijon. Ich hatte mich dort mit Xavier Navand, einem 14 jährigen französischen Rennfahrer, verabredet. Da dort die beiden nächsten Läufe zur Pirelli Superstock 600 Serie stattfanden, wollten wir trainieren und anschließend natürlich die Rennen fahren. Vorher waren wir aber noch bei der Firma Helite in Dijon. Dort werden die Airbagwesten hergestellt, von denen ich eine bereits seit zwei Jahren fahre und die ich nicht mehr missen möchte. Wir konnten uns die gesamte Produktion ansehen und waren sehr beeindruckt.

Dann ging es endlich auf die Rennstrecke und Xavier zeigte mir am ersten Tag die Linie auf diesem tollen Kurs. Es geht dort rauf und runter und manche Kurven liegen direkt hinter einer Kuppe und man sieht nicht, wo es hin geht. Dazu kommt eine ewig lange Start-Ziel Gerade, die auch noch teilweise bergauf geht. Nach den ersten Turns fand ich meinen Rhythmus und wir konnten bereits gute Rundenzeiten fahren.

Auch am zweiten Tag wurden wir immer besser mit den Feinheiten der Strecke vertraut und konnten unsere Rundenzeiten nochmals deutlich verbessern.

Nach den Qualifyings stand Xavier auf Pole und ich war mit Startplatz zwei durchaus zufrieden, denn mein Konkurrent aus der Superstock Serie stand eine Position hinter mir.

So ging es dann am Nachmittag in das erste Rennen. Xavier und ich konnten uns gleich absetzen, aber ich konnte ihn nicht hinter mir halten. Auf der langen Geraden konnte er sich immer wieder im Windschatten heranfahren und mich dann überholen. Durch seine Größe und sein geringeres Körpergewicht war er einfach schneller. Glücklicherweise bekam er als Gaststarter keine Punkte uns so ließ ich ihn ziehen. Ich wurde also Zweiter, aber bekam die volle Punktzahl.

Das zweite Rennen am Sonntagmittag verlief ähnlich, der kleine Franzose setzte sich mit mir vom Feld ab und gewann das Rennen, ich wurde wieder Zweiter. Damit hatte ich die Gesamtführung in der Meisterschaft zurück und wir konnten uns zufrieden auf den langen Heimweg machen. 

Challenge & GEC Oschersleben

Wir reisten bereits am Donnerstagabend in Oschersleben an, um den Freitag als Trainingstag zu nutzen. Mit dabei war wieder Danger Dave von DS-Suspension, denn wir wollten nochmal verschiedene Dinge testen. Im Laufe des Tages kam uns dann die Idee, am Langstreckenrennen teilzunehmen und damit mehr Fahrzeit auf der Strecke zu bekommen. Als Mitstreiter  waren Uwe Geist und Michael Polenz dabei. Wir starteten mit Uwe von der vierten Position aus, vor uns nur Teams aus der EWC, die ebenfalls in Oschersleben trainierten. Nach einer guten halben Stunde war ich dann endlich dran. Ich fand gleich meinen Rhythmus, spulte meinen Turn runter und übergab dann an Michael Polenz. Die Platzierung war uns zu dem Zeitpunkt noch egal, aber es zeigte sich, dass wir die Pace der  anderen Teams in der Klasse drei durchaus mitgehen konnten. Ein Regengebiet zog auf, aber keiner wusste, ob und wann es kam. Also änderten wir unsere bis dahin nicht existente Taktik und holten Michael wieder rein, denn als anerkannten Regenfahrer brauchten wir ihn vielleicht später noch. Uwe fuhr noch einen kurzen Stint und dann ging ich nochmal raus, in der Hoffnung das Rennen im Trockenen nach Hause fahren zu können. Mittlerweile ging es um den Sieg in der Klasse drei, aber noch lag ein anderes Team vor uns. Deren Schlussfahrer war der berühmte Hajo Ammermann, eine Rennsportlegende und ein Oscherslebenkenner par excellence. Das war genau die Motivation, die ich brauchte. Ich konnte Runde für Runde seinen Vorsprung verkleinern und hatte ihn bald im Visier. Mit einem beherzten Bremsmanöver (Sorry Hajo!) ging ich vorbei und machte, daß ich davon kam, denn die ersten Tropfen hatte ich bereits auf meinem Visier. Aber das Wetter hielt und ich konnte den Sieg für unser Team ins Ziel bringen. Das war schon mal ein großer Spaß und wird sicherlich nochmal wiederholt werden.

 

Am Samstag startete ich im ersten Zeittraining bereits mit einer guten Zeit von 1:31,4 die ich zwar im zweiten Training bestätigen, aber nicht mehr verbessern.

Ich startete optimal in das Rennen und konnte meine aktuelle Bestzeit in Oschersleben von 1:30,7 erneut fahren und mich bis auf 20 Sekunden vom Feld absetzen. Allerdings konnte ich zwei Runden vor Schluss nicht mehr richtig Gas geben. Das Ende vom Lied: Ich musste mein Bike aufgrund eines kaputten Temperatursensors abstellen.

Zum Glück funden wir mit der Hilfe meines Mitstreiters Ole Bartschat den Fehler und konnten den Sensor austauschen.

Im zweiten Rennen lief alles wieder optimal und ich konnte einen sauberen Start/Ziel Sieg einfahren.

DLC/DRC Sachsenring

Am ersten Juli Wochenende ging es zur DRC auf den Sachsenring. Wir nutzten den Donnerstag und Freitag zum Training, mussten aber wegen der Lärmbestimmungen mit dem Serienauspuff fahren. Das Training war ausgebucht und entsprechend schwierig war es, eine freie Runde zu erwischen. Trotzdem führte ich nach den zwei Tagen die Zeitenliste an und war relativ zufrieden mit meinen Rundenzeiten. Am Abend musste das Team meine Daytona wieder zurück auf den Rennzustand rüsten, denn der Samstag war „Lärmtag“ und wir durften wieder die leichte Auspuffanlage fahren. Unser Fahrwerksmann Dave von DS-Suspension meinte dann auch noch, er wolle nochmal die Gabel umbauen, er hätte da eine Idee und schon waren alle beschäftigt.

Der nächste Tag begann bereits um 7:20 Uhr mit der Fahrerbesprechung und gleich anschließend war das erste freie Training angesetzt. Mit Thomas Gradinger, Marc Buchner, Toni Riedel und Christoph Beinlich waren schon einige schnelle Leute dabei und entsprechend schnell waren die Rundenzeiten. Nach den Qualifyings stand ich nur auf Startplatz acht, aber ich wusste zum Glück, warum das so war und hoffte auf einen guten Start.

Bedingt durch einen Stromausfall wurde das erste Rennen nicht mit der Ampel sondern per Flagge gestartet. Ich kam gut weg und war nach kurzer Zeit bereits an dritter Stelle hinter Gradinger und Buchner. Hinter mir lauerte bereits Christoph Beinlich. Ich konnte die Pace der beiden Führenden mitgehen, aber leider verbremste ich mich Ende Start/Ziel und musste weit gehen. Ich kam als achter wieder auf die Strecke und kämpfte mich bis ins Ziel noch auf Platz sechs vor.

Das zweite Rennen fand im Regen statt und ich war ziemlich unsicher, denn ich war noch nie auf  Pirelli Regenreifen gefahren. Entsprechend verhalten fuhr ich die ersten Runden und fiel fast bis an das Ende des Feldes zurück. Ich fand dann aber doch noch meinen Rhythmus und fuhr auf den achten Platz vor.

Mit beiden Rennen war ich nicht zufrieden, aber wenigstens bin ich ins Ziel gekommen und habe noch ein paar Punkte retten können. In einer langen Teambesprechung haben wir alle Fehler analysiert und ich bin sicher, dass wir uns nicht nochmal so billig verkaufen werden.

Am späten Nachmittag wurde dann das DLC Langstreckenrennen bei strömendem Regen gestartet. Gemeinsam mit Mario Mantei und Christoph Pudlo trat ich in der Klasse 1 für den HMC Hannover an. Mario übernahm den Start und fuhr einen langen ersten Turn. Christoph löste ihn dann ab, aber stürzte nach kurzer Zeit und kam wieder rein. Da meine Daytona auf Slicks stand, musste Mario wieder auf die Strecke und fuhr damit schon seinen zweiten Turn. Eine halbe Stunde vor Rennende war dann ein schmaler trockener Streifen auf der Fahrbahn sichtbar und ich konnte Mario ablösen. Es ging zwar ganz gut mit den Slicks, aber man durfte den trockenen Teil nicht verlassen, dann wurde es rutschig. Überholen war so leider nicht wirklich möglich, aber letztendlich kam ich als dritter in der Klasse 1 und als neunter im Gesamtklassement ins Ziel. Das war eine tolle Erfahrung und hat mir großen Spaß gemacht, vielen Dank an Christoph und Mario!

Challenge Brünn

Es war im wahrsten Sinne des Wortes ein heißes Wochenende in Brünn. Die nächsten beiden Läufe zur Triumph Challenge standen an und um die in Hockenheim verlorene Tabellenführung zurück zu erlangen, musste wir die weite Reise nach Tschechien auf uns nehmen und natürlich auch noch punkten.

Am Freitag konnte ich mich in zwei freien Turns wieder an die Strecke gewöhnen und fand schnell meinen Rhythmus. Abends fand noch ein Langstreckenrennen statt, aber mir war es einfach zu warm und ich habe deshalb lieber zugesehen.

Das erste Qualifying lief dann am Samstagmorgen gut für mich, ich war mit Abstand der Schnellste und auch im zweiten Training konnte ich die Spitzenposition halten. Das dritte Training ließen wir daher aus und ich bereitete mich auf das Rennen vor.

Ich konnte den Start gewinnen und setzte mich dann kontinuierlich vom Feld ab, im Ziel betrug mein Vorsprung knapp 18 Sekunden.

Nachts kühlte es sich dann ab und zum Rennen am Sonntagnachmittag hatten wir angenehmere Temperaturen. Auch dieses Mal gewann ich den Start, nur Uwe Geist tauchte kurz neben mir auf, wollte aber keinen Streit vor der ersten Kurve und steckte zurück. Wieder konnte ich mich absetzen und gewann auch dieses Rennen.

Somit haben wir unser Ziel erreicht und führen wieder die Tabelle an. Die nächsten beiden Läufe zur Triumph Challenge finden Ende des Monats auf meiner Heimstrecke in Oschersleben statt.

Challenge Hockenheim

Zu den Läufen drei und vier der Triumph Challenge mussten wir am ersten Juni Wochenende nach Hockenheim. Der Wetterbericht sagte schon wieder wechselhafte Bedingungen mit deutlichen Regenanteilen voraus.

Prompt lief es schlecht für uns, wir hatten immer die falschen Reifen montiert und ich habe kaum vernünftige Runden zusammengebracht. Entsprechend weit hinten im Feld war meine Startposition mit Platz 16. Hinzu kam, dass bei diesem Veranstalter auf dem Hockenheimring hinter dem Pace Car gestartet wird. Ich konnte meinen Trumpf des schnellen Starts also nicht ausspielen. Zwei Einführungsrunden gingen dann auch irgendwann vorbei, die Reifen hatten sich natürlich entsprechend abgekühlt, aber egal. Ich merkte sofort, dass mit meinem Serienauspuff auf der Geraden nichts zu reißen war. Wir hatten den Auspuff in Vorbereitung auf diese Veranstaltung montieren müssen, da der Veranstalter mehrfach darauf hingewiesen hatte, dass sehr genau auf die Lautstärke geachtet werden würde. Dem war zwar dann nicht so, aber wir waren wenigstens auf der sicheren Seite, wobei man sich in Hockenheim dessen nie sicher sein sollte. Jedenfalls schluckte dieser Auspuff gehörig Leistung und ich musste mir die Jungs auf der Bremse holen. Das macht mir sowieso mehr Spaß, da dann nicht wieder das Gerede von Mehrleistung, Tuning etc. anfängt.

Nach der ersten Runde fand ich mich auf Platz sieben wieder und nach Runde zwei war ich bereits Vierter. Eine Runde später führte ich dann das Feld an und wollte mich absetzen. Zwei Runden später kam dann das tragische Ende. Beim Herausbeschleunigen aus der Spitzkehre am Ende der Parabolika ging mir das Hinterrad weg und ich flog per Highsider ab. Zwei weitere Kollegen stürzten mit mir in der gleichen Ecke und etwas später wurde das Rennen abgebrochen. Es stellte sich heraus, dass an Stelle der Strecke bereits seit zwei Runden feuchte Stellen waren und gelb-orange Flaggen gezeigt wurden. Die folgende Diskussion um Verantwortlichkeiten oder Zuständigkeiten möchte ich an dieser Stelle nicht wiedergeben.

Ich wurde dann als Führender gewertet, bekam aber wegen der kurzen Renndauer nur die halbe Punktzahl.

Mit Hilfe einiger Fahrerlagernachbarn wurde danach das Motorrad wieder gerichtet, der heftig verbogene Heckrahmen bekam wieder seine alte Form, ein neuer Lenkerstummel war auch schnell montiert und mit Tape und Kabelbindern entstand ein brauchbarer Höcker.

Mit Schmerzen konnte ich am nächsten Morgen das Warmup fahren, aber leider wurden wir nach der ersten Runde von der Strecke geholt, irgendwo fanden noch Bergungsarbeiten statt. Warum man uns dann erst raus gelassen hatte, wusste natürlich auch keiner. Hockenheim eben.

Pünktlich zum Start des zweiten Rennens begann es dann zu regnen, wir hatten natürlich Slicks montiert und mussten nun entscheiden, ob wir umbauen oder einpacken. Mit den Schmerzen im Knie und im Knöchel wählten wir die zweite Variante und packten ein.

Jetzt werde ich mich erst mal auskurieren und die Daytona wieder richtig fertigmachen und dann geht es zum nächsten DRC Lauf auf dem Sachsenring.

DRC Schleiz

Auf der traditionellen Naturrennstrecke im thüringischen Schleiz standen am letzten Wochenende die nächsten Läufe zur Pirelli Stock 600 Serie an. Wir waren bereits am Freitag dort, um ausgiebig testen zu können und die nötige Streckenkenntnis für diesen doch anspruchsvollen Kurs zu erfahren. Es ist schon ein komisches Gefühl statt Kiesbetten nur Wald und Wiese neben der Strecke zu sehen.

Wir fanden nach und nach eine passende Abstimmung für meine Daytona und auch ich fühlte mich langsam wohl auf dem Kurs.

Das freie Training am Samstag beendete ich auf Platz fünf und war nicht wirklich zufrieden, die Spitze war fast 1,8 Sekunden vor mir. Allerdings war der Polesetter der Schleizer Thomas Walther, der seinen Heimvorteil und seine Streckenkenntnis in eine Topzeit umsetzen konnte.

Das erste Zeittraining lief dann ähnlich ab, Walther wieder auf eins, vor mir nur IDM Fahrer, die diese Veranstaltung zu Trainingszwecken nutzen und ich mit 1,7 Sekunden auf sechs.

Das zweite Qualifying ließ ich aus, da die Strecke nach einem Regenschauer noch nicht komplett abgetrocknet war und eine Verbesserung der Zeit nicht möglich war.

Also stand mein Startplatz mit Position sechs fest, ich ging das erste Mal seit langer Zeit aus der zweiten Reihe ins Rennen.

Das Rennen war für Sonntagmittag angesetzt und die Frage war, ob es trocken blieb. Die Bedingungen waren dann wirklich gut und ich freute mich auf ein anspruchsvolles Rennen mit den IDM Kollegen.

Ich konnte meine Startposition halten und kam als sechster aus der ersten Runde zurück, als mein Team mir Position vier anzeigte. Der Grund war ein Frühstart von Thomas Walther und Sarah Heide, die eine 20 Sekunden Strafe erhielten und damit auf dem Zeitenmonitor hinter mir waren. In der fünften Runde schied der vor mir liegende Dominik Borgelt mit technischen Problemen aus und ich war schon Dritter. Eine weitere Runde später konnte ich Christoph Beinlich überholen und war damit auf Platz zwei. Diese Position konnte ich bis ins Ziel verteidigen und freute mich riesig über den unerwarteten Podiumsplatz und eine persönliche Bestzeit von 1:31,6. Mit diesem Ergebnis konnte ich meine Führung in der Stock und auch in der Open Wertung weiter ausbauen.

Dem zweiten Rennen am Nachmittag ging ein Regenschauer voraus und da die Strecke noch nicht komplett abgetrocknet war, entschied das Team, dass ich nicht starten sollte. Mit dem komfortablen Punktevorsprung in der Meisterschaft war das kein Problem für mich, meine Gegner konnten in der Tabelle nicht an mir vorbeiziehen, aber natürlich wäre ich trotzdem gerne gefahren.

Nun geht es in vier Wochen weiter mit den nächsten Läufen auf dem Sachsenring, eine Strecke, die mir sehr gefällt und auf der ich bereits in der Vergangenheit schnell unterwegs war.

DRC in Most

Das lange Pfingstwochenende verbrachten wir auf der Rennstrecke im tschechischen Most, dort sollten die nächsten beiden Läufe zur Pirelli Superstock 600 Serie stattfinden. Ebenfalls auf unserem Programm stand die Suzuki Gladius Trophy, denn dort wollte ich auf Einladung des Veranstalters einen Gaststart machen.

Der Samstag begann mit dem freien Training zur Gladius Trophy und ich saß das erste Mal auf der Maschine. Es machte mir großen Spaß mit diesem leichten Motorrad meine Runden zu drehen und ich kam bereits nach kurzer Zeit auf brauchbare Rundenzeiten. Im Anschluss stieg ich auf die Daytona um, denn nun folgte das erste Qualifying zur Superstock 600. Ich konnte die schnellste Zeit in diesem Training fahren und dicht hinter mir folgten Dominik Borgelt und Rico Vetter.

In der Mittagspause baute unser Fahrwerkstechniker Dave von DS-Suspension die Gabel um, denn er hatte ein paar Ideen, die mich noch schneller machen sollten. Während Dave noch an der Gabel arbeitete, fuhr ich das erste Qualifying zur Gladius Trophy und war mehr als zufrieden, mein Gaststartmotorrad mit der berühmten Nummer 34 auf Pole stellen zu können. Mit einer Sekunde Abstand auf Platz zwei folgte Kai-Uwe Lenz, ein Urgestein der Rennsportszene.

Eine Stunde später folgte das zweite Qualifying zur Pirelli Superstock 600 Serie, jetzt mit der geänderten Gabel. Das Fahrverhalten war deutlich besser, aber erforderte etwas Umgewöhnung und so konnte ich die Bestzeit von Dominik Borgelt nicht mehr kontern und erreichte "nur" Startplatz zwei.

Etwas später dann das erste Rennen des Tages für mich, dieses Mal in der Suzuki Gladius Trophy. Der Start gelang mir gut und ich führte das Feld in die erste Runde, gefolgt vom Meister des Vorjahres, dem Lenzer. Ich hatte einen Heidenspass mit der Gladius und konnte dieses Rennen mit 12 Sekunden Vorsprung gewinnen.

Das nächste Rennen fand am Sonntag Mittag statt und war der erste Lauf zur Pirelli Superstock 600 Serie. Wir hatten am Vorabend noch einiges am Fahrwerk geändert und das zahlte sich jetzt aus. Ich gewann den Start und setzte mich bis ins Ziel auf über fünf Sekunden von Dominik Borgelt ab. Das Beste aber war meine neue persönliche Bestzeit von 1:40.4, über die ich mich besonders freute. Ich konnte mit dem geänderten Fahrwerk nun viel tiefer in die Kurven hineinbremsen und auch die Bremsstabilität war viel besser. An dieser Stellen ein dickes Dankeschön an Dave!

Eine Stunde danach dann der nächste Lauf zur Suzuki Gladius Trophy.

Wegen eines Sturzes wurde das Rennen bereits nach kurzer Zeit abgebrochen und etwas später neu gestartet. Wieder konnte ich in Führung gehen, aber ich hatte nun den Neffen des Lenzers, Pascal Lenz, im Nacken. Und der drückte gewaltig. Mit tiefen 1:50er Zeiten umrundeten wir den Kurs und ich gewann das verkürzte Rennen mit knappen Vorsprung auf Pascal.

Das zweite Rennen zur Superstock 600 wurde wegen starkem Regen abgesagt und wird  an einem späteren Datum nachgeholt.

Das war wieder ein tolles und erfolgreiches Wochenende, für das ich mich bei Bike Promotion und Peter Bales bedanken möchte. 

Auftakt der Triumph Challenge am Lausitzring

Zum Auftakt der Triumph Challenge ging es am langen Himmelfahrtswochenende an den Lausitzring. Mit von der Partie war auch dieses Mal unser Fahrwerksmann Danger Dave von DS-Suspension. Wir hatten uns einiges an Testarbeit vorgenommen und wollten auf jeden Fall gut vorbereitet den Kampf mit den anderen Teilnehmern aufnehmen.

Bei endlich mal angenehmen Temperaturen spulten wir unser Testprogramm ab und mein Gefühl für das Motorrad wurde immer besser.

Zu meiner Überraschung und Freude tauchte mit einem Mal Xavier Navand aus Frankreich im Fahrerlager auf. Ihn hatte ich in Mugello kennen und schätzen gelernt und freute mich auf ein paar gemeinsame Runden mit ihm und seiner R6.

Im Laufe des Freitags kam uns die Idee am Langstreckenrennen teilzunehmen und wir meldeten uns an. Nach dem Qualifying standen wir tatsächlich auf Pole, noch vor allen Tausendern. Der kurze Franzose strahlte vor Glück und durfte auch den Start übernehmen. Es wurde ein Le Mans Start gefahren und Xavier saß natürlich als Erster auf dem Motorrad, übertrieb es aber etwas in der ersten Kurve und musste weit gehen. Dadurch rutschten einige Fahrer durch und er wollte sich zurückkämpfen. In der Apcoa Kehre wurde er dann leider unverschuldet von einem Kollegen ins Kiesbett befördert und musste aufgeben. Bis wir den Transponder in der Box hatten vergingen leider vier Runden, aber ich wollte unbedingt nochmal selber raus und zumindest den Tank leer fahren. Kurz danach wurde das Rennen unterbrochen und etwas später aus der Boxengasse wieder gestartet. Ich durfte erst als letzter wieder auf die Strecke und kämpfte mich dann durch das ganze Feld wieder nach vorne, aber die vier fehlenden Runden waren natürlich nicht mehr aufzuholen.

Am nächsten Morgen begannen die Qualifyings für die Triumph Challenge. Gleich in der ersten Session gelang mir eine neue persönliche Bestzeit von 1:45,8, was mir bereits jetzt die Poleposition sicherte, denn niemand, mich eingeschlossen, war danach in den Qualifyings schneller.

So ging es dann am Nachmittag an den Start. Ich ging nur als zweiter in die erste Kurve, aber konnte mich am Gegner bereits vor der Apcoa Kehre vorbeibremsen und übernahm die Führung. Wie sich hinterher herausstellte, hatte der Zweite, nämlich Ole, einen Frühstart und bekam eine 20 Sekunden Strafe. Er konnte sich allerdings noch auf Platz vier vorfahren. Ich gewann dann das Rennen mit gutem Vorsprung vor Finn Zeller und freute mich außerdem, dass ich meine persönliche Bestzeit nochmal auf eine 1:45,66 verbessern konnte.

Das Warmup am nächsten Morgen ließen wir aus und sahen uns die Rennen der anderen Klassen an. Unser Start war erst am Nachmittag gegen 16.00 Uhr angesetzt und mittlerweile wehte ein starker Wind an der Strecke, der allen Fahrern zu schaffen machte.

Dieses Mal konnte ich den Start gewinnen und wollte mich wieder wie im ersten Rennen vom Feld absetzen, aber nach dem lange Warten tagsüber war die Konzentration etwas weg. Mein Team zeigte mir den Abstand zu den Verfolgern an und ich entschloss mich, nicht mehr zu pushen, sondern das Rennen sicher nach Hause zu fahren, da eine Verbesserung meiner Rundenzeiten bei dem starken Wind sowieso nicht mehr möglich gewesen wäre.

Ich gewann also auch den zweiten Lauf, dieses Mal vor Ole Bartschat und führe damit die Tabelle mit Maximalpunktzahl an.

DRC Oschersleben

Nach den Vorsaisontests in Frankreich und Italien fuhren wir mit gemischten Gefühlen zur ersten Rennveranstaltung, der Pirelli Superstock Serie, nach Oschersleben. Wir wussten zwar, dass die Maschine funktioniert, aber ob ich damit wirklich schnell sein konnte, war uns nicht klar.

Das  freie Training am Morgen lief ganz gut, die Rundenzeiten waren passabel trotz der relativ kühlen Temperaturen. Das erste Zeittraining begann am späten Vormittag und ich konnte die Zeiten der Spitze mitgehen, wollte aber erst etwas Routine mit dem neuen Fahrwerk und den für mich ungewohnten Pirelli Reifen bekommen. Mit einer 1:31,6 lag ich allerdings auch nur knapp über meiner Bestzeit aus dem Vorjahr.

Das zweite und damit entscheidende Zeittraining  war um 13.00 Uhr angesetzt. Da das erste Rennen über  20 Minuten plus zwei Runden ging, testeten wir jetzt mit einer entsprechend größeren Kraftstoffmenge, ob sich irgendetwas ändert oder anders anfühlt, aber ich fühlte mich gut und konnte mit einer 1:31,1 die Daytona auf die Pole Position stellen.

Wie üblich, zog ich mich dann zurück und bereitete mich auf den Start zum Rennen um 17.00 Uhr vor.

 Ich konnte den Start gewinnen und führte mehrere Runden eine Vierergruppe an. Wir konnten uns vom Feld absetzen und nach drei Runden ging der bis dahin Zweite an mir vorbei. Drei oder vier Runden schaute ich mir seine Linie an und erkannte die Stelle, an der ich ihn überholen konnte. Der Plan ging auf und ich setzte mich wieder an die Spitze. Die Führung konnte ich dann bis ins Ziel behaupten, aber der Druck von hinten war schon heftig. Keine Kurve, in der es nicht einer versuchte vorbeizukommen. Trotz oder vielleicht auch wegen des Drucks der Verfolger gelang mir die schnellste Rennrunde mit einer 1:30,7, was gleichzeitig auch meine persönliche Bestzeit in Oschersleben bedeutete. Ich konnte das Rennen mit drei Sekunden Vorsprung gewinnen. Damit waren die ersten 25 Punkte eingefahren.

Nach dem Rennen kümmerten sich Karsten und Ole Bartschat vom Bike Shop Lüchow nochmal um das Bazzaz System an der Daytona und änderten ein paar Kleinigkeiten. Super Service, vielen Dank dafür!

Am nächsten Morgen war es wieder ziemlich kalt. Mit telefonischer Hilfe unseres Daves von DS Suspension, der zeitgleich ein Team in Le Mans bei der Endurance Weltmeisterschaft vor Ort betreute, stellten wir das Fahrwerk auf die neuen Bedingungen ein.

Dieses Mal gewann ich den Start, aber Marc Buchner blieb immer unmittelbar hinter mir. Ich konnte alle seine Angriffe abwehren und ging am Ende mit 0,3 Sekunden Vorsprung über die Ziellinie.

Das war ein Wochenende nach meinem Geschmack. Die Pirelli Superstock 600 Serie ist eine tolle Möglichkeit, sich mit anderen Fahrern auf höherem Niveau zu messen. Das zeigt sich zum Beispiel am ersten Rennen, in dem die ersten vier Fahrer alle Rundenzeiten von 1:30 bis 1:31 fuhren.

Jetzt gibt es erst mal eine kurze Pause und in vier Wochen geht es zum ersten Rennen der Triumph Challenge auf den Lausitzring.

Vorsaisontest in Mugello

Erstes Rennen, erster Sieg

Endlich fing auch für mich die Saison 2016 an. Ostern ging es für drei Tage nach Mugello. Wir waren zwar zwei Wochen vorher zum ersten Rollout auf dem Anneau du Rhin gewesen, aber dort war es zu kalt, um außer ein paar Funktionstests was Ernsthaftes zu machen.

So kamen wir also bei strahlendem Sonnenschein und 16 Grad mit unserem Fahrwerksmann Danger Dave von DS Suspension auf der Strecke an. Die Box war mehr als gut belegt und die Landessprache für die nächsten drei Tage war bayrisch. Zum Glück beherrscht unser Dave die nonverbale Kommunikation bestehend aus Kopfnicken oder Kopfschütteln.

Der erste Testtag begann kalt und ich fuhr vorsichtig die ersten beiden Turns, da wir keine Erfahrung mit den Pirelli Reifen, die ich dieses Jahr fahre, und dem Fahrwerk hatten. Mit mir unterwegs waren Marc Zellhöfer aus dem R6 Cup und ein 14 jähriger Franzose, ebenfalls auf einer R6. Wir fuhren in etwa die gleichen Rundenzeiten, aber wurden wegen des starken Windes nur nach und nach schneller. Meine Daytona lief sehr gut, die Abstimmung des Motors, die Karsten und Ole Bartschat vom Bike Shop Lüchow gemacht hatten, war super. Ich habe das Gefühl, als wenn diese Daytona noch besser läuft als die letztjährige. Und auch der Bazzaz Schaltautomat, den wir diese Saison benutzen, schaltet weicher als der Original Quickshifter. Trotzdem kam ich nicht auf meine Vorjahreszeiten, war aber auch nicht langsamer als meine Mitstreiter.

Der zweite Tag begann wieder mit niedrigen Temperaturen, aber im Laufe des Vormittags wurde es immer wärmer und die Rundenzeiten kamen endlich auf ein anständiges Niveau. Auch der Umbau der Gabel, den Dave in der Mittagspause vornahm, zeigte Wirkung: Bis kurz vor Qualifyingschluß führte ich die Zeitenliste an, aber Marc Zellhöfer holte sich im letzten Moment die Pole.

Am nächsten Morgen fuhr ich nur ein paar Runden meinen neuen Hinterreifen an und wartete dann auf den Start zum Rennen. Es wurde fliegend gestartet und bereits nach kurzer Zeit fuhren wir in einer Vierergruppe an der Spitze. Die Positionen wechselten dauernd und auf der langen Geraden kam es zu tollen Windschattenduellen. Gegen Ende des Rennens kämpfte ich mit dem kleinen Franzosen, der seinen Gewichtsvorteil beim Beschleunigen und auf der Bremse gnadenlos ausnutzte, aber ich konnte ihn dann abschütteln und gewann das Rennen mit zwei Sekunden Vorsprung und einer neuen Bestzeit von 2:00,4. Damit war ich vier Sekunden schneller als im Vorjahr.

Parallel zu den Tests mit der Maschine konnte ich auch das erste Mal meinen neuen Helm, einen HJC RPHA 11, ausprobieren. Was mir sehr gefällt an diesem Helm ist das deutlich verbesserte Belüftungssystem, das dafür gesorgt hat, dass ich viel weniger hinter dem Visier geschwitzt habe. Und auch das vergrößerte Sichtfeld war sehr angenehm. Gerade in Mugello mit der langen Geraden musste ich mich hinter der Verkleidungsscheibe sehr klein machen und mit dem Kopf bis auf den Tank herunter, um auf maximale Geschwindigkeit zu kommen. Trotzdem konnte ich meine Gegner und die Strecke einwandfrei sehen. Vielen Dank dafür an HJC!

Wir haben an den drei Tagen eine Menge Daten gesammelt und den einen oder anderen Fehler ausmerzen könne, so dass ich mich auf das erste Rennen der DRC in Oschersleben freue und hoffe, dort ebenfalls meine bisherigen Zeiten verbessern zu können.

Supermoto am Harzring

Zusammen mit Ole und Lasse Bartschat sowie Mika Dobbert nahm ich Mitte Oktober an  meinem ersten Supermoto Langstreckenrennen auf dem Harzring teil.

Es war zumindest für den ersten Tag Regen angesagt und so fuhr ich meinen ersten Turn mit der Duke auf Regenreifen. Ich musste mich erst mal wieder an den Streckenverlauf gewöhnen, aber hatte trotz des miesen Wetters meinen Spaß.

Leider ist dann die Duke weggerutscht und war mit unseren Möglichkeiten vor Ort nicht mehr zu reparieren. So mussten wir vier Fahrer dann die drei Kawasakis teilen, was sich zumindest für mich als Glücksfall herausstellen sollte. Egal, ob 250 oder 450, sie sind einfach besser für den Supermoto Einsatz geeignet als die Duke.

Nach dem Qualifying stand fest, dass wir von Startplatz 12 ins Rennen gehen würden, als ersten Fahrer bestimmten wir „Startrakete“ Lasse Bartschat. Er machte seinem Ruf alle Ehre und konnte unsere Platzierung in seinem Turn halten.

Im Laufe des Nachmittags änderten sich die Wetterbedingungen oft und nur die Ideallinie war zeitweise trocken. Wir wechselten mehrfach von Regenreifen auf Intermediates bzw. Slicks, aber mussten immer wieder wegen des einsetzenden Regens zurückrüsten. Durch die vielen Wechsel und auch durch einige Stürze fielen wir auf den 15. Gesamtrang zurück.

Nachdem der erste Teil des Rennens um 20.00 Uhr beendet war, fand sich das Team bei milden und angenehmen 8 Grad Celsius zum Freiluftabendessen unter der Markise zusammen.

Am nächsten Morgen war die Strecke noch leicht feucht und so probierten wir erstmals mit Straßenreifen zu fahren. Das ging gründlich in die Hose und nach kurzer Zeit ging Mika das letzte Mal an diesem Wochenende mit Regenreifen raus. Während er auf der abtrocknenden Strecke kämpfte, rüsteten wir die nächste Maschine mit angefahrenen Slicks aus, die Ole und Tim bereits in ihrer Supersport Saison benutzt hatten. Das war dann der Schlüssel zum Erfolg. Andere Teams kämpften mit überhitzten Supermoto Reifen, aber wir konnten lange und schnelle Turns fahren. So kämpften wir uns bis auf Platz 11 vor.

Mika musste zwar im letzten Turn des Tages wegen eines kleinen, cholerischen, aber dennoch sehr schnellen Mitstreiters zu Boden, konnte zum Glück allerdings sofort weiterfahren und den elften Platz sicher ins Ziel bringen.

Das Wochenende hat uns allen großen Spaß gemacht und verlangt unbedingt nach einer Wiederholung.

Biketober Fest Oschersleben

Eine tolle Saison wurde gekrönt durch ein megageiles Biketoberfest in Oschersleben. Ich startete sowohl in der Pro Thunder als auch in der Supersport Open. In den letzten Rennen in Most und Brünn hatte ich meinen Fahrstil etwas verändert und wollte nun natürlich wissen, ob das auch auf meiner Heimstrecke in Oschersleben funktioniert. Bereits am Freitag in den freien Trainings konnte ich meinen persönlichen Rundenrekord auf 1:31,9 verbessern. In den Qualifyings war ich gut unterwegs und konnte meine Daytona in beiden Klassen auf Pole stellen. Das erste Rennen des Tages in der Pro Thunder gewann ich mit einem guten Vorsprung und musste nach dem Zieldurchgang im Renntempo zurück an die Box, da der Start zum Supersportrennen direkt im Anschluss stattfinden sollte. Mein Team wechselte das Hinterrad und betankte die Maschine und mich in Rekordzeit. Im folgenden Rennen traf ich auf den frischgebackenen Meister des Yamaha R6 Cups, Manou Antweiler und hoffte auf einen schönen Kampf. Ich fand sofort einen guten Rhythmus und konnte eine für mich tolle 1:31,3 fahren. Meine Box zeigte mir allerdings nach ein paar Runden schon einen erheblichen Vorsprung auf Manou und so fuhr ich das Rennen sicher nach Hause. Abends gab es dann bei bayrischer Blasmusik eine zünftige Siegerehrung, vorgenommen von einem gut aufgelegten Edgar Mielke. Sonntagmittag startete ich in mein drittes Rennen, jetzt wieder in der Pro Thunder. Auch hier konnte ich einen Start/Ziel Sieg einfahren. Nach kurzer Pause ging es dann weiter mit dem Start zum zweiten Lauf in der Supersport Open. In den ersten Runden hatte ich einen schönen Kampf mit Manou Antweiler, dem frischgebackenen Meister des Yamaha R6 Cup. Die Führung wechselte mehrfach, aber leider stürzte Manou und ich fuhr das Rennen alleine zu Ende.

Damit fand eine erfolgreiche Saison 2015 ein gutes Ende. Ich habe dieses Jahr zwei Meisterschaften gewonnen, hatte keine großen Stürze und das Motorrad  hat trotz der vielen Rennen durchgehalten. Was will man mehr.

Wo die Reise in der nächsten Saison hingeht, wissen wir noch nicht. Priorität hat die Schule, aber wir hören uns natürlich alle Angebote an. Am liebsten würde ich weiter mit der Daytona in der Supersport Klasse fahren, denn mit der Erfahrung auf der Maschine kommt auch die Geschwindigkeit. Schauen wir mal…

Triumph Challenge und IBPM Most

Auf meiner Lieblingsstrecke im tschechischen Most ging es am vergangenen Wochenende um die Meisterschaft sowohl in der Triumph Challenge als auch in der Internationalen Bike Promotion Meisterschaft, kurz IBPM.

Aus schulischen Gründen konnten wir nicht am Freitagstraining teilnehmen, sonder reisten erst spät am Abend an.

Der Samstag begann mit den ersten Trainingsrunden bei recht frischen Temperaturen. Das Motorrad lief wieder perfekt und ich konnte sofort an meine Rundenzeiten aus dem Frühjahr auf dieser Strecke anknüpfen. Es reichte jeweils für den zweiten Startplatz in beiden Serien.

Der erste Lauf zur IBPM fand für mich am Samstagnachmittag statt. Auch dieses Mal konnte ich den Start gewinnen und bog als erster in die Schikane nach Start/Ziel ein. Die Führung wechselte zwischen Thomas Walther, einem ehemaligen IDM Fahrer, und mir im Laufe des Rennens mehrfach, aber schlussendlich gewann ich diesen Lauf. Wir beide hatten großen Spaß bei einem harten, aber jederzeit fairen Kampf.

Ich hatte dann einen halbe Stunde Zeit bis zum nächsten Start, dieses Mal zur Triumph Challenge. Mein Team kümmerte sich um das Motorrad und ich versuchte mich etwas zu erholen.

Ich musste in diesem Lauf lediglich fünfter werden, um die Meisterschaft vorzeitig zu gewinnen, entsprechend entspannt ging ich die Geschichte an. Natürlich möchte ich immer gewinnen, aber nicht um jeden Preis. So verlief dann auch das Rennen. Ich gewann den Start, aber nach ein paar Runden ließ ich meinen Gegner passieren und fuhr einen sicheren zweiten Platz nach Hause. Damit war ich vorzeitig Gewinner der Triumph Challenge 2015. Entsprechend groß war meine Freude und natürlich wurde noch etwas gefeiert.

Am Sonntagmittag folgte der Start zum zweiten IBPM Lauf des Wochenendes. Wir testeten im Hinblick auf die nächste Saison ein anderes Reifenfabrikat und die Umstellung war doch erheblich. Beim Rausbeschleunigen aus engen Kurven hatte ich mehrere Rutscher, was ich bisher so nicht gewohnt war, aber nachdem ich die Traktionskontrolle etwas nachreguliert hatte, war es beherrschbar. Leider war der Zug zum Führenden dadurch schon abgefahren, aber ich konnte den zweiten Platz sicher ins Ziel bringen. Zu diesem Zeitpunkt ging ich davon aus, daß ich damit Meister der IBPM 2015 Supersport bin, aber etwas später hieß es, der ausgefallene Lauf von Hockenheim soll in Brünn doch noch nachgeholt werden. So könnte der Meisterschaftszweite dann theoretisch doch noch an mir vorbeiziehen.

 

Am zweiten Lauf zur Triumph Challenge nahm ich nicht mehr teil, wir packten in Ruhe ein und begaben uns nach diesem sehr erfolgreichen Wochenende auf den langen Heimweg.

Die letzte Veranstaltung für diese Saison wird das Biketoberfest in Oschersleben am ersten Oktoberwochenende sein.  

German TT am Schleizer Dreieck

Am ersten Ferienwochenende fand die German TT auf dem Schleizer Dreieck in Thüringen statt. Für mich war es das erste Rennen auf einem Straßenkurs und ich war sehr gespannt. Ich startete dort mit meiner KTM Duke 690 in der Motolightweightklasse gegen knapp 30 Mitstreiter. Am Freitag lernte ich den Kurs das erste Mal kennen und war sehr beeindruckt. Es ist schon sehr gewöhnungsbedürftig, wenn man statt Auslaufzonen und Kiesbetten nur „Wald und Wiese“ neben der Strecke findet.

Langsam machte ich mich mit der Strecke vertraut und kam auf akzeptable Rundenzeiten. Am Samstag stand das erste Zeittraining erst um 12.50 Uhr an, wir hatten also Zeit, uns die anderen Klassen im Training anzuschauen. Vom alten Classic Bike bis zum aktuellen IDM Renner war alles zu sehen, es war sehr interessant.

Das Wetter wurde langsam schlechter und der Wind nahm deutlich zu, trotzdem gelang es mir meine Duke im ersten Qualifying mit 2,6 Sekunden Vorsprung auf den ersten Platz zu stellen. Es war schwierig, bei dem starkenWind die Kontrolle über das Motorrad zu behalten, besonders, wenn er von der Seite kam. Die Maschine wurde manchmal sehr leicht und versetzte teilweise sogar etwas. Da das Wetter nicht besser wurde, verzichteten wir auf das zweite Training am Nachmittag. Meine Konkurrenten konnten ihre Zeiten nur minimal verbessern und ich behielt die Pole Position.

Den Start zum ersten Rennen am Sonntag konnte ich gewinnen und setzte mich gleich vom Feld ab. Nach vier Runden wurde das Rennen wegen einem Sturz abgebrochen, der Neustart folgte einige Minuten später und ich konnte dem Feld wieder davonfahren. Schließlich gewann ich mit mehr als elf Sekunden Vorsprung.

Am Nachmittag folgte dann der Start zum zweiten Rennen. Ich fand sofort einen guten Rhythmus, meine Duke lief super und ich konnte einen deutlichen Vorsprung herausfahren. Damit war der Doppelsieg an diesem Wochenende perfekt.

Jetzt folgt erstmal eine längere Sommerpause und Ende August geht es dann weiter mit einem Gaststart im Yamaha R6 Cup in Oschersleben.

IBPM und Triumph Challenge Oschersleben

Am letzten Wochenende war mein “Heimspiel“ in Oschersleben. Es waren jeweils zwei Läufe in der Internationalen Bikepromotion Meisterschaft und in der Triumph Challenge angesagt.

Ich konnte mein Motorrad nach dem Zeittraining der Triumph Challenge auf den zweiten Startplatz stellen, im Training der IPBM war ich Schnellster und stand auf Pole.

Das erste Rennen in der Klasse Supersport der IBPM wurde dann am Samstagnachmittag bei guten äußeren Bedingungen gestartet. Mein direkter Gegner in dieser Klasse und ich setzten uns in den ersten Runden vom Feld ab und drehten mit 1:33er Zeiten unsere Runden. Ende Start/Ziel ließ ich meinen Konkurrenten dann vorbei, um ihn die Führungsarbeit übernehmen zu lassen. Nach wenigen Runden zeigte mir mein Team dann aber an, dass die Verfolger wieder aufschließen konnten, weil wir nur noch 1:35er Zeiten fuhren und ich holte mir die Führung zurück. In der letzten Runde presste sich mein Gegner mit einem, sagen wir mal, gewöhnungsbedürftigem Manöver in der vorletzten Rechts an mir vorbei. Um nicht zu stürzen musste ich aufmachen und weit gehen, dadurch fuhr ich nur als Zweiter durchs Ziel. Der Kollege hatte allerdings einen Frühstart und erhielt eine Zeitstrafe. Also war ich doch Erster und bekam die volle Punktzahl.

Nach kurzer Pause ging es an den Start zum ersten Rennen der Triumph Challenge. Ich übernahm sofort die Führung und nur der Zweite der Meisterschaft konnte mir folgen. Mit 1:32er Rundenzeiten setzten wir uns bis ins Ziel auf 24 Sekunden vom Feld ab. Mein Gegner war zwar immer knapp hinter mir, aber er konnte mich nicht mehr überholen. Nach diesem zweiten Sieg des Tages konnten wir uns nun entspannt um das Rahmenprogramm kümmern.

Der nächste Tag begann mit Dauerregen. Ich war bis dahin noch nie im Regen gefahren und meine Sorge entsprechend groß. Aber mein Teamkollege Ole Bartschat ging mit mir raus und zeigte mir wie es geht. Nach wenigen Runden bekam ich ein Gefühl für die Geschichte und es fing an, mir Spaß zu machen. Wir belegten prompt Platz eins und zwei der Zeitentabelle, was mich ein wenig stolz machte.

Zum ersten Rennen des Tages in der IBPM Supersport war es aber wieder trocken. Ich gewann wieder den Start und konnte die Führung bis ins Ziel verteidigen. Der Kollege aus dem ersten Lauf packte auch in diesem Rennen wieder die Brechstange aus und versuchte in der letzten Runde an mir vorbeizugehen. Dabei verlor er jedoch das Vorderrad und stürzte. Er konnte aber seine Maschine wieder aufrichten und wurde noch Vierter.

Nach nur 20 Minuten Pause stand dann der nächste Lauf zur Triumph Challenge auf dem Plan. Ich gewann erneut den Start und führte in den ersten Runden. Dummerweise baute ich einige kleine Fehler ein und entschloss mich daher, meinen Kontrahenten erstmal vorbei zu lassen. Nach zwei Runden überholte ich ihn allerdings wieder und konnte mich bis ins Ziel auf 2,5 Sekunden von ihm absetzen. Somit gewann ich auch dieses Rennen und führe nun beide Serien mit komfortablem Vorsprung an.

 

2,5h GEC, IBPM und Triumph Challenge Brünn

Das Wochenende in Brünn stand für uns unter keinem guten Stern. Im ersten Training am Freitag merkte ich, dass sich meine Daytona oberhalb 13.000 U/min nicht mehr schalten ließ. Reparaturversuche des Teams blieben ohne Erfolg. So konnte ich erstmals nur mit stumpfen Waffen kämpfen, kostet dieser Fehler doch ca. eine Sekunde pro Runde.

Am Freitagnachmittag fuhren mein Teamkollege Ole Bartschat und zwei Trainingsläufe für das 2,5 h Langstreckenrennen am Abend. Allerdings nicht auf unseren Daytonas, sondern auf zwei Kawasaki ZX10R , die uns freundlicherweise von  Bazzaz Deutschland bzw. von Bazzaz CZ zur Verfügung gestellt wurden.

Für mich war ein Motorrad mit so einer großen Leistung eine völlig neue  Erfahrung. Ich hätte nicht gedacht, dass die Maschine so kräftezehrend ist. Das Rennen haben Ole und ich als Dritte beendet, unser erstes Podium mit einer 1000er.

Samstag fanden dann die Zeittrainings für beide Rennserien statt, trotz des Problems mit der Schaltung an meinem Motorrad konnte ich mich in der Triumph Challenge auf Startplatz drei und in der IBPM auf Platz zwei stellen. Ich gewöhnte mich zwar an die Schwierigkeiten beim Schalten, aber das Problem schien sich gleichzeitig noch zu verstärken.

Um 17.30 Uhr war dann der Start zum ersten Lauf der IBPM. Ich kam gut weg und führte das Feld an, zwei Gegner waren direkt hinter mir und wir lieferten uns in den ersten drei Runden einen heftigen Kampf, der aber jederzeit fair war und uns großen Spaß gemacht hat. Leider musste ich meine beiden Kontrahenten ziehen lassen, ich befürchtete, dass mir bei den engen Manövern, die wir zeigten, einer ins Heck fährt, sollte ich einen Schaltvorgang nicht sauber hinbekommen. Ich wurde also dritter und mit meiner Bestzeit von 2:11,1 war ich mehr als zufrieden.

Sonntagvormittag folgte der erste Lauf  zur Triumph Challenge. Mehr als Platz zwei war leider nicht möglich, aber die zwanzig Punkte dafür waren in dieser Situation sehr wichtig.

Im  zweiten Lauf zur IBPM konnte ich dann kaum noch schalten, ich bin teilweise rundenlang nur im vierten und fünften Gang gefahren und war froh, dass ich die Zielflagge als zweiter sehen konnte. Die Daytona haben wir danach abstellen müssen, ein Einsatz im zweiten Rennen der Challenge wäre zu gefährlich gewesen.

Ich bin also mit dem Ersatzmotorrad, das mir Karsten und Ole Bartschat vom Bike Shop Lüchow netterweise zur Verfügung stellten, gestartet. Bei dieser Maschine handelt es sich um ein reines  Strassenmotorrad, das nur eine Rennverkleidung und einen Schaltautomaten bekommen hat. Alles andere war Serie und entsprechend niedrig waren meine Erwartungen an unsere gemeinsame Performance.  Aber ich hatte Spaß ohne Ende, fand mich rundenlang auf Platz drei, da Ole mir den Rücken freihielt und wurde nach zähem Kampf letztendlich vierter. Eine Rundenzeit von 2:12 macht mich ein wenig stolz, zeigt es doch, was mit einfachem Material möglich ist. Laut Aussage meines Gegners soll mein Fahrstil allerdings „sehr spektakulär“ ausgesehen haben.

Aber egal, die Punkte mitzunehmen war wichtig und ich führe beide Serien immer noch deutlich an. Jetzt gilt es das Material auf meinen persönlichen Saisonhöhepunkt in Oschersleben in drei Wochen vorzubereiten und dort wieder anzugreifen.

DRC Moto Lightweight Oschersleben

Am 13. und 14. Juni fanden in Oschersleben zwei Läufe zur DMV Rundstrecken Championship statt.

Da ich noch nicht 16 Jahre bin, durfte ich leider nicht mit meiner Daytona starten, sondern musste auf die Duke 690 ausweichen und startete folglich in der Motolightweight.

Im ersten Zeittraining am Samstag konnte ich fast meine Vorjahreszeiten erreichen und war Trainingsschnellster. Das zweite Qualifying war verregnet, eine Verbesserung der Zeiten war nicht möglich und ich konnte also von der Pole Position starten.

Das erste Rennen am Samstagnachmittag wurde als Trockenrennen gestartet, allerdings begann es zu regnen, als wir in der Startaufstellung standen. Der Start wurde abgebrochen und das Rennen sollte 15 Minuten später als Wet Race neu gestartet werden. In dieser Zeit haben wir die Räder von trocken auf Regen und wieder zurück gewechselt, da die Bedingungen sich minütlich geändert haben. Ich bin letztendlich mit Slicks in die Startaufstellung gefahren, was sich als richtig herausgestellt hat.

Ich konnte den Start gewinnen, fiel aber in der nächsten Runde auf den zweiten Platz zurück, da mein Gegner auf der Geraden deutlich schneller war als ich. Mit dem einzigen Einzylinder im Feld war das aber vorauszusehen. Meine Stärken auf der Bremse und in den Kurven konnte ich leider nicht ausspielen und ich habe auch keinen vernünftigen Rhythmus gefunden. Ich musste mich eben erst wieder an dieses Motorrad gewöhnen. Trotzdem war ich mit dem zweiten Platz im Ziel zufrieden.

Zum Warmup am Sonntag änderten wir noch einige Dinge an der Fahrwerkseinstellung und die Maschine fühlte sich gleich besser an.

Den Start zum zweiten Rennen konnte ich wieder gewinnen und setzte mich gleich vom Feld ab, einen Mitstreiter im Schlepptau. Die Führung wechselte mehrfach zwischen uns, aber mit dem neuen Setup hatte ich ihn jederzeit im Griff. Ich konnte den Lauf dann mit mehr als zwei Sekunden gewinnen.

Es hat wieder Spaß gemacht mit dem kleinen Motorrad zu fahren, erfordert es doch einen ganz anderen Fahrstil als die Daytona. Der nächste Start mit der Duke wird in Schleiz sein, eine Strecke die ich noch nicht kenne und auf die ich mich ganz besonders freue.

Triumph Challenge Hockenheim

Bei hochsommerlichen Temperaturen fanden in Hockenheim die Läufe 3 und 4 der Triumph Challenge statt. Da wir vor der Veranstaltung nicht in Hockenheim trainieren konnten, mussten wir bereits ab dem ersten freien Training hochkonzentriert arbeiten, um auf vernünftige Rundenzeiten zu kommen. Dabei passierte es im zweiten freien Training, dass ich einen Bremspunkt verpasste und stürzte. Das Team musste hart arbeiten, um in der kurzen Zeit bis zum Zeittraining die Schäden am Motorrad zu beseitigen. Die Maschine lief danach wieder perfekt und ich konnte sie mit einer 1:50,8 auf die Pole Position stellen. Pünktlich zum zweiten Zeittraining fing es an zu regnen. Alle Teilnehmer der Triumph Challenge verzichteten auf dieses Training, so dass meine Startposition gesichert war. Das erste Rennen am Sonntag wurde auf Wunsch des Streckenbetreibers fliegend, also hinter dem Pacecar gestartet. Mein Gegner aus der letztjährigen Street Triple Cup Saison fand zu alter Form zurück und lieferte mir einen erbitterten Kampf um die Führung. Er trieb mich damit zu einer persönlichen Bestzeit von 1:48,7. Die Führung wechselte mehrfach, aber letztendlich konnte ich mich durchsetzen und gewann mit über 3 Sekunden Vorsprung. Schon 2 Stunden später fand der nächste Lauf statt. Nach 2 Runden gab ich die Führung an meinen Gegner aus dem ersten Lauf ab und ließ ihn mehrere Runden die Führungsarbeit übernehmen. So hatte ich genügend Zeit seine Fahrweise zu studieren und festzustellen, wo seine Stärken beziehungsweise Schwächen lagen. 3 Runden vor Rennende überholte ich ihn dann und setzte mich bis auf 5 Sekunden im Ziel von ihm ab. Damit war der 2. Doppelsieg in der Triumph Challenge sicher und ich führe nun die Meisterschaft mit der Maximalpunktzahl an.

IBPM und Triumph Challenge am Lausitzring

Am langen Himmelfahrtswochenende ging es für uns an den Lausitzring. Dort gastierten die Internationale Bikepromotion Meisterschaft und die Triumph Challenge.

Wir nutzten den Freitag als zusätzlichen Trainingstag, um die Strecke besser kennenzulernen und um meine Daytona optimal vorzubereiten.

Bei angenehmen Temperaturen um 20 Grad gelang es mir im Laufe des Tages meine Rundenzeiten stetig zu verbessern und mit einer 1:46,6 stand ich auf Platz zwei im Supersportfeld der IBPM. Nur ein ehemaliger ukrainischer Profirennfahrer auf seiner R6 war schneller.

Am Samstag fanden dann auch die Trainings für die Triumph Challenge statt. Wir konnten unsere Gegner bis dahin nicht einschätzen und waren gespannt darauf, wie sie sich bei unserem ersten Aufeinandertreffen präsentieren würden.

Ich erwischte ein paar freie Runden und konnte mir die Pole Position mit 1,4 Sekunden Vorsprung auf Max Riebe sichern.

Am Abend fand dann der erste Lauf zur IBPM statt und leider sagte der Wetterbericht nichts Gutes voraus. In der Startaufstellung begann es leicht zu tröpfeln und bereits in der folgenden Warmup Lap waren auch auf meinem Visier deutlich Tropfen zu sehen. Ich entschloss mich daher nicht zu starten und bog in die Boxengasse ab, einige der anderen Starter folgten mir. Das Rennen wurde gestartet, aber bereits nach drei Runden wegen stärker werdendem Regen abgebrochen. Für den Sieger gab es allerdings zu meinem Glück nur die halbe Punktzahl, sodass es in der Meisterschaftswertung nicht allzu weh tut.

Am nächsten Morgen fuhr ich noch ein paar Runden im Warmup und bereitete mich dann auf einen anstrengenden Renntag vor, schließlich standen drei Rennen an.

Gegen Mittag wurde der erste Lauf zur Challenge gestartet, ich konnte als Führender in die erste Kurve gehen und mich bis ins Ziel auf über sechs Sekunden von meinen Verfolgern absetzen. Damit waren schon mal die ersten 25 Punkte in der Meisterschaft sicher.

Der Veranstalter stellte dann die Reihenfolge der Rennläufe um und statt einer Pause von knapp einer Stunde zwischen den beiden folgenden Läufen wie geplant, musste ich beide Rennen direkt hintereinander fahren.

Also startete ich um 15.40 Uhr zum zweiten Lauf der IBPM. Ich gewann zwar den Start gegen den Ukrainer, aber bereits nach wenigen Kurven konnte er sich vorbeiquetschen und setzte sich dann langsam aber deutlich ab. Ich fuhr den zweiten Platz sicher nach Hause und beeilte mich schnell in die Box zu kommen. Dort wurde getankt, das Visier gereinigt und etwas getrunken, dann wurde die Boxengasse für den Start zur Triumph Challenge  geöffnet und ich musste wieder raus.

Auch den dritten Start des Tages konnte ich gewinnen und fuhr wieder einen Vorsprung heraus bis das Rennen eine Runde vor Schluss wegen eines Sturzes abgebrochen wurde.

Somit führe ich nach diesem erfolgreichen Wochenende beide Meisterschaften an, aber die Saison ist noch lang und es kann gerade im Rennsport viel passieren.

Die nächsten Starts werden in Hockenheim sein, eine Strecke, die mir sehr gut liegt und auf die ich mich freue.

Rückblick 2014

 

 

Die Rennsaison 2014 begann nach mehreren Trainingsveranstaltungen Ende April im tschechischen Most mit den ersten beiden Läufen zur DMV Rundstrecken Championship mit der KTM Duke 690 in der Klasse Moto Lightweight. Nach gutem Zeittraining konnte ich von der Pole Position aus beide Läufe gewinnen.

 

Vier Wochen später standen auf dem Sachsenring die ersten beiden Rennen zum Triumph Street Triple Cup an.

Auch hier hatte ich ein gutes Training auf der für mich neuen Strecke und konnte vom dritten Startplatz ins Rennen gehen. Leider bekam ich nach einer Runde technische Probleme und stürzte. Den zweiten Lauf konnte ich nicht fahren, da mein Motorrad zu stark beschädigt war.

 

Mitte Juni ging es dann zur zweiten Runde der DRC mit der Duke 690 nach Oschersleben. Auch hier konnte ich beide Läufe der Moto Lightweight Klasse gewinnen.

 

Ein Wochenende später hat mir die Fastbike einen Gaststart im ADAC Junior Cup in Oschersleben ermöglicht. Eine völlig neue Erfahrung war es für mich, in einem so engen Feld zu fahren, mit dem sechsten Platz war ich aber mehr als zufrieden.

 

Weiter ging es am folgenden Wochenende in Hockenheim mit dem Street Triple Cup. Den ersten Lauf des Tages haben wir wie die Hälfte des Feldes verwachst, bei einsetzendem Regen in der Startaufstellung nahm mein Team mich wegen der montierten Slicks aus dem Rennen. Im zweiten Lauf startete ich von Platz 12 und kam als vierter ins Ziel.

 

Mitte Juli dann endlich der Street Triple Cup in Oschersleben, meiner Heimstrecke. Nachdem ich im Training die Pole Position schaffte, konnte ich auch beide Rennen gewinnen. Mit 1:34,4 habe ich auch den bestehenden Rundenrekord meines Trainers Franky Heidger verbessern können, was mich besonders stolz macht.

 

Weitere vier Wochen später in Most folgten die Läufe sieben und acht des T-Cup. Im Training hatte ich einen kapitalen Motorschaden, dank der Hilfe der Familie Bartschat, die mir ihren Ersatzteilträger zur Verfügung stellte, konnte ich auch hier beide Rennen gewinnen.

 

Am folgenden Wochenende fand in Oschersleben die Speedweek statt. Hier fuhr ich zwei Läufe zur Supermono Europameisterschaft auf einer HKR Evo1 und erreichte die Plätze 6 und 7.

 

Wieder eine Woche später dann ein volles Wochenende mit zwei Rennen des T-Cup und zwei Rennen der DRC auf der Duke 690. In beiden Klassen startete ich von Pole und gewann alle vier Rennen, drei davon an einem Nachmittag.

 

Ende September dann in Brünn der Showdown des T-Cup. Ich gewann zwar beide Rennen, aber mein direkter Konkurrent wurde jeweils Zweiter und wurde dadurch Gesamtsieger des Cup. Mir fehlten einfach die Punkte aus den ersten Rennen am Sachsenring.

 

Zum Saisonabschluss fuhr ich mit meiner neuen Triumph Daytona 675, die ich 2015 auf der Rennstrecke bewegen werde, in der Pro Thunder Klasse beim Biketoberfest in Oschersleben. Ich gewann ein Rennen, das zweite beendete ich mit 2/1000 Sekunden Rückstand auf Platz zwei. Ich konnte meine persönliche Bestzeit in Oschersleben auf 1:32.9 verbessern.

4 Siege in Hockenheim!

Vom 6. – 7.9.2014 fanden in Hockenheim etliche Rennen statt, darunter die DRC, der Moriwaki Cup, die IBPM und der Street Triple-Cup.

 

Da wir bereits an zwei Läufen zur DRC Moto Lightweight teilgenommen haben und ich dort noch den dritten Meisterschaftsrang erreichen konnte, entschieden wir uns für Starts sowohl im T-Cup als auch in der Moto Lightweight.

Wir reisten bereits Donnerstagabend an um am Freitag trainieren zu können. Im ersten Turn fuhr ich mit der Duke 690 raus, da wir sichergehen mussten, dass alles funktioniert. Die nächsten Turns fuhr ich dann mit der Street Triple. Bis zum freien Training des T-Cups am Abend fand ich mich gut auf der bis dato unbekannten IDM-Strecke zurecht.

Das freie Training lief gut und ich kam schon auf ordentliche Zeiten. Ich beendete das freie Training auf P1.

Der Samstag war dann der Marathon-Tag. Los ging es für mich mit dem freien Training der DRC, wo ich schon mal eine brauchbare Zeit setzte, 1:40,4 mit der Duke bedeutete Platz eins.

Danach hatte ich eine kleine Verschnaufpause bis es dann mit der Street Triple ins erste Qualifying ging. Ich fuhr zusammen mit Ole Bartschat und wir pushten uns gegenseitig auf schnelle Zeiten. Nach Q1 führte ich mit 1:35,9 vor Ole mit 1:36,2.

Dann ging es wieder auf die 690er zur Qualifikation. Ich fuhr raus und war sofort im Rhythmus, sodass ich nach drei Runden bereits eine 1:39 fuhr. Das bedeutete die Pole Position.

Im zweiten Quali des T-Cups war die Mittagshitze dann doch spürbar. Ich versuchte mich noch einmal zu verbessern, doch es änderte sich nichts mehr. Ich stand auch im T-Cup auf Pole vor Ole Bartschat und Gabriel Noderer.

Nun hatte ich endlich mal eine etwas längere Pause, die ich nutzte um etwas zu essen und mich ordentlich auszuruhen.

Nach der Mittagspause stand das erste Rennen der DRC Moto Lightweight an.

Wie immer erwischte Rene Raub mit seiner Gladius einen guten Start und bog, gefolgt von mir, in die erste Rechts ein. Ich versuchte in der nächsten Rechts ein Überholmanöver doch Rene hielt dagegen. Ich überholte ihn dann auf der Parabolika aus dem Windschatten. Danach konnte ich mich sofort etwas absetzen bis mir auf der kurzen Geraden zur Sachskurve das ärgerlichste Missgeschick aller Zeiten passiert ist. Beim Kleinmachen kam ich mit meinem Helm so unglücklich gegen den Zündschlüssel, das mir die Duke ausging. Blöd war nur, dass ich erst im Stand merkte was los war. Also Duke wieder an, in der Opel-Kurve wieder eingereiht und Attacke. Ich war nun siebter und gab alles was ging, da Rene noch in Sichtweite war. Unter dem ganzen Adrenalin fuhr ich 2 Sekunden schneller als der Rest des Feldes. Gegen Rennmitte ergatterte ich dann den ersten Platz zurück und fuhr ihn auch bis ins Ziel. Glück gehabt J

Dann hieß es erstmal verschnaufen, bis es ins erste Rennen des T-Cups ging:

Ich startete nicht gerade berauschend, aber bog dennoch als zweiter in die erste Rechts ein. Ende Parabolika bremste ich mich an Ole vorbei, musste ein bisschen weitgehen, aber es reichte dennoch um mir den ersten Platz zurückzuholen. Ich versuchte dann in den kommenden Runden  ,um es mit Edgar Mielkes Worten zu sagen, „den Hammer fallen zu lassen“, aber Ole ließ nicht locker. Nur langsam konnte ich mich etwas absetzen. Der Abstand blieb konstant bei 1,5 Sekunden. Das änderte auch bis zum Zieleinlauf nicht und so gewann ich vor Ole Bartschat und Alexander Fraßmann.

Ich musste aber in der Auslaufrunde auch noch ordentlich Gas geben, da direkt im Anschluss das zweite Rennen mit der Duke anstand. So stellte ich nur das Motorrad im Parc Ferme ab und wurde dann von Max Bartschat mit dem Rollerzur Box gebracht. Einen großen Schluck getrunken, einen Müsli-Riegel gegessen und dann schickte mich Max wieder raus.

Das Rennen verlief ähnlich wie das erste. Rene setzte sich am Start vor mich, aber ich ergatterte in der zweiten Kurve wieder die erste Position. Ab da fuhr ich das Rennen alleine zu Ende und holte den dritten Sieg des Tages. Danach war ich ziemlich erschöpft und erfreut zugleich, aber da Herr Dangrieß eine sehr ausführliche und rührende Siegerehrung hielt, kam ich erst sehr spät ins Bett.

 

Am Sonntag standen nur noch Warm Up und Race 2 des T-Cups auf dem Plan. Um Material zu schonen fuhr ich im Warm Up allerdings nur eine gezeitete Runde.

Am Mittag also das zweite T-Cup Rennen. Diesmal erwischte ich einen guten Start und hielt den ersten Platz dicht gefolgt von Ole. Wie im ersten Rennen war er mir dicht auf den Versen und ich konnte mich nur auf 0,8 Sekunden absetzen. Doch dann stürzte Ole leider am Ende der Parabolika über das Vorderrad. Danach hatte ich einen großen Vorsprung auf den Zweitplatzierten.

Letztendlich gewann ich mit 8 Sekunden auf Gabriel Noderer mein sechstes Street Triple Cup Rennen in Folge.

 

 

Ein perfektes Wochenende! Besser hätte es aus meiner Sicht kaum laufen können! Danke an meine Familie, Freunde, Sponsoren und Unterstützer! Vorallem an Rainer Kopp und Franky Heidger, über deren Besuch ich mich sehr gefreut habe.

Hier noch ein Video über die Rennen. Gefilmt von Rainer Kopp LINK 

 
 

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