Erster Test mit der MT07

Wie bereits angekündigt, werde ich in diesem Jahr am Twin Cup im Rahmen der IDM teilnehmen. Durch einen Zufall bin ich an einen Startplatz im sonst seit langem ausgebuchten Cup gekommen. Ich werde auf einer Yamaha MT07 für das Team MGM racing performance starten. Bei diversen Gaststarts in den vergangenen Jahren sowohl in der German Twin Trophy als auch im Twin Cup war ich immer erfogreich und hatte eine Menge Spaß. Deswegen gab es auch kein Zögern, als sich die Möglichkeit bot am Cup teilzunehmen.

Die MT07 wurde wie alle anderen auch bei Michael Galinski aufgebaut und ist im typischen Yamaha Blau lackiert.

Zum ersten Einrollen ging es am Maifeiertag nach Oschersleben. Das Motorrad musste erstmal etwas eingefahren werden, aber um sich darauf zurechtzufinden, war das genau richtig. Schon nach wenigen Runden fühlte ich mich wohl, alles passte, nichts setzte auf und auch das Fahrwerk arbeitete wie es sich gehört. Mittags montierten wir ein paar (sehr) gebrauchte Rennreifen aus dem Vorjahr und ich bekam die Freigabe zum Gasgeben. Es war sehr voll auf der Strecke aber irgendwann gelang mir eine schnelle Runde und mit einer 1:39 war ich sehr zufrieden.

Das erste Rennen findet Mitte Mai auf dem Lausitzring statt, ich freue mich darauf und bin sehr gespannt auf meine Gegner.

 

Ostern in Mugello

Als Ersatz für die R1 des letzten Jahres haben wir über Winter eine R6 aufgebaut. Nach zwei Jahren auf der Tausender mit all ihren elektronischen Helferlein und der im Überfluss vorhandenen Leistung wollte ich wieder zurück dahin, wo der Fahrer und nicht nur die Technik maßgebend ist. Also gab es eine R6, die mit Hilfe von Michael Galinskis MGM aufgebaut wurde. Alles das, was auch in der IDM Supersport verwendet wird, wurde verbaut. Das Öhlins Fahrwerk lieferte Stefan Meijer von BRS Suspension Works.

Also ging es Ostern zu einem ersten Test nach Mugello. Die ersten Turns dienten der Anpassung, aber  schon am zweiten Tag hatte ich meinen 600er Stil von vor zwei Jahren wiedergefunden. Alles funktionierte perfekt, das Fahrwerk war ein Traum und ich hatte eine Menge Spass.

Zum Abschluss der drei Tage gab es am Sonntag noch ein Rennen. Leider wurde nach einer Runde wegen eines gestürzten Fahrers abgebrochen und nach einer kurzen Pause neu gestartet. Die Konzentration war etwas weg und ich verlor den Anschluss an die Spitze. Da das Rennen auf vier Runden angesetzt war, gab es kaum eine Möglichkeit wieder nach vorne zu fahren und so wurde ich Dritter. Trotzdem war es ein tolles Wochenende und ich bin glücklich, dass alles so perfekt funktioniert hat.

Parallel zu meinem Supersportengagement werde ich dieses Jahr auf einer Yamaha MT07 am Twin Cup im Rahmen der IDM teilnehmen. Mehr dazu nach dem ersten Test, der am 1.Mai stattfindet. 

Erste Ausfahrt 2019

Foto BMW Group

 

Ich hatte Anfang März die Ehre und das große Glück für den Gasgriffsalat die neue BMW S1000RR in Estoril/ Portugal zu testen.

Hier der Link zum Bericht:

Das war 2018

Wieder einmal ist eine erfolgreiche Saison zu Ende. Auch wenn es in 2018 „nur“ 14 Rennen waren, die ich gefahren bin, hat es doch eine Menge Spaß gemacht. Nach jedem Rennen stand ich auf dem Podium, acht Mal sogar ganz oben und konnte damit wieder die DRC als Gesamtsieger in meiner Klasse beenden. Und besonders froh bin ich darüber, dass ich auch dieses Jahr wieder ohne Sturz geblieben bin.

Nach zwei Jahren mit der R1 in der SBK ist es jetzt an der Zeit zu überlegen, wie es weitergehen soll. Normalerweise müsste ich in die IDM gehen, aber erstens stecke ich mitten in meiner Ausbildung und kann nicht dauernd für Training und Rennen Urlaub nehmen und zweitens wollen wir das Team nicht vergrößern, was aber dann nötig wäre.

Die R1 ist verkauft und ein neues „Pferd“ steht bereits im Stall. In welcher Serie und in welchem Umfang ich nächstes Jahr fahre, weiß ich noch nicht. Zurzeit prüfe ich alle Optionen, die ich habe und werde mich im Frühjahr entscheiden. Auf  jeden Fall sind ein paar sehr interessante Sachen auch außerhalb der deutschen Rennsportszene dabei. 

Gaststart Twin Cup Assen

Die letzte Veranstaltung für diese Saison fand in Assen statt. Sascha Schoder und Roger Plath von PS Track Events stellten mir für die beiden Läufe zum Twin Cup eine Suzuki SV 650 zur Verfügung.

Nach der brachialen Leistung meiner R1 galt es nun die deutlich geringere Kraft der SV zu nutzen und wieder „rund“ zu fahren. Wie immer auf Motorrädern dieser Art hatte ich eine Menge Spaß, man muss wirklich konzentriert fahren und darf keine Fehler machen, denn sonst ist die Rundenzeit im Eimer oder der Gegner weg.

Das erste Training ließ ich aus, da es regnete und wir keine Regenreifen hatten, aber zum zweiten, immer noch nassen Turn ging ich mit der richtigen Bereifung raus. Ich hatte selten so viel Spaß wie mit der SV 650 im Regen. Mit jeder Runde wurde das Gefühl besser und ich fühlte mich richtig wohl. Das freie Training konnte ich somit in den Top 5 beenden.

Das erste Qualifying war am Nachmittag und zum Glück war es nun trocken. Ich fuhr ein paar Runden auf den für mich ungewohnten Dunlop Reifen und kam dann kurz in die Boxengasse. Wir passten nur den Luftdruck an und dann ging es wieder raus. Ich erwischte ein paar freie Runden und stand am Ende des Turns auf Platz eins mit 0,8 Sekunden Vorsprung auf meinen alten Gegner aus Motolightweight Zeiten, Rene Raub.

Das zweite Qualifying war für Samstagmittag angesetzt und pünktlich um 12:00 Uhr ging das 30 Fahrer starke Feld auf Zeitenjagd. Ich konnte mich nochmals um eine Sekunde verbessern und stand damit für die Rennen auf der Pole vor dem Meisterschaftsführenden Justus Weinke.

Am Nachmittag ging es dann endlich los mit dem ersten Rennen. Gleich vom Start an konnte ich die Führung behalten, aber in den ersten Runden klebte Justus Weinke an meinem Hinterrad. Irgendwann konnte ich mich absetzen und gewann diesen Lauf mit sieben Sekunden Vorsprung.

Sonntagmittag ging es zum zweiten Lauf um 11:55 Uhr an den Start. Die Dunlop Reifen vom Vortag sahen noch gut aus und wir entschieden uns, diese auch im zweiten Rennen zu fahren.

Jetzt, nach dem Rennen, weiß ich, dass so etwas pro Runde zwischen 0,5 und einer Sekunde kostet. Ich konnte mich also dieses Mal nicht von Justus absetzen, sondern wir kämpften das ganze Rennen miteinander. Jeder ließ dem anderen die nötige Luft und wir hatten beide eine Menge Spaß. Die letzten Runden sah ich mir seine Linien und Bremspunkte genauer an und entschied mich dann für das finale Manöver in der Geert Timmerbocht. In der vorhergehenden schnellen Links ließ ich mich nach außen treiben, nahm den Schwung aus dem Windschatten mit und bremste mich vor der Schikane neben meinen Gegner. Er musste etwas aufmachen, ich war durch  und gewann mit 0,2 Sekunden Vorsprung.

Ein perfektes Wochenende war damit zu Ende, vielen Dank noch mal an alle aus dem Twin Cup für den großen Spaß.

 

Doppelsieg in Oschersleben

Die letzten beiden Läufe der DRC 2018 fanden Mitte August in Oschersleben statt. Wieder war es sehr warm, aber wir hatten dieses Jahr bereits mit hohen Temperaturen zu kämpfen und fanden daher schnell das richtige Setup für meine R1.

Nach mehreren Trainingsläufen konnte ich meine persönliche Bestzeit aus dem Vorjahr nochmal verbessern und stand mit 2,4 Sekunden Vorsprung auf dem ersten Startplatz.

Den Start zum ersten Rennen am Samstagnachmittag konnte ich gewinnen und setzte mich gleich vom Feld ab. Das Motorrad lief perfekt, ich hatte endlich mal ein paar freie Runden und prompt konnte ich meine beste „Oschersleben Rundenzeit“ nochmals verbessern. Ich fuhr das Rennen an der Spitze ungefährdet zu Ende und wurde nach gut 20 Minuten als Sieger abgewunken.

Das zweite Rennen wurde am Sonntag bereits um 10:00 Uhr gestartet. Auch hier gelang mir ein Start/Ziel Sieg und da mein Kontrahent in der DRC, der bisher die Punktetabelle anführte, im ersten Lauf gestürzt war, konnte ich wider Erwarten auch die Gesamtserie gewinnen.

Alles in allem war es damit dann doch noch eine erfolgreiche Saison.

Doppelsieg in Dijon

Endlich ging es am letzten Juli Wochenende wieder ins französische Dijon zur DRC. Bei hochsommerlichen Temperaturen sollte es Fahrer und Maschine eine anstrengende Veranstaltung werden. Ein großes international besetztes Starterfeld ließen auf spannende Rennen hoffen. Wie immer nutzten wir den ersten Tag zum Einstimmen auf die Strecke und passten das Motorrad noch etwas an die heißen Bedingungen an. Am zweiten Tag ging es dann darum die optimale Linie zu finden, was bei einem sehr vollen Fahrerfeld gar nicht so leicht möglich war. Aber irgendwie haben wir es dann doch hinbekommen und wir gingen am Samstag gut vorbereitet in das erste Qualifying.

Endlich ein paar freie Runden und schon konnte ich mich mit einer 1:21,5 an die Spitze des Feldes setzen. Wegen der hohen Temperaturen machte das zweite Qualifying für uns keinen Sinn und wir verzichteten darauf. Da meine Gegner ihre Zeiten dort nicht verbessern konnten, blieb es bei der Pole Position für mich.

Den Start für das erste Rennen konnte ich gewinnen und setzte mich gleich etwas ab. Mit den frischen Reifen gelangen mir ein paar schnelle Runden und ich hatte einen guten Vorsprung, den ich bis ins Ziel auf 14 Sekunden ausbauen konnte.

Das zweite Rennen war für Sonntag um 10:15 Uhr angesetzt. Bei noch erträglichen Temperaturen hoffte ich auf einen weniger anstrengenden Durchlauf. Wieder gewann ich den Start und konnte mich vom Feld absetzen, aber weniger anstrengend wie erhofft war es nicht. Mit mehr als zehn Sekunden Vorsprung vor dem Zweiten ging ich über die Ziellinie und hatte in diesem Rennen meine Vorjahresbestzeit um wenige Zehntel auf 1:21,08 verbessert.

Nachdem wir dann alles wieder verpackt hatten, ging es auf den langen Rückweg.

Fotos von Hennes Lenz

IBPM in Oschersleben

Das erste Mal ging es in dieser Saison auf  meine Heimstrecke in Oschersleben. Warmes Sommerwetter und ein großes Starterfeld in der IBPM ließen auf ein tolles Event hoffen.

Mit dem Dänen Alex Schacht aus der Stock 1000 EM und Ville Valtonen hatte ich unter anderem zwei international erfahrene Gegner, die mit Sicherheit auch wussten, wie man schnell Motorrad fährt.

Wir nutzten den Freitag um verschiedene Settings zu testen und langsam kam ich wieder in meinen Rhythmus. Das Qualifying beendete ich auf Platz eins, hinter mir Valtonen und Schacht.

Der Start zum ersten Rennen am Samstagnachmittag gelang mir gut, ich konnte die ersten Runden führen und mit 1:28er Zeiten konnten Schacht und ich uns langsam vom Feld absetzen. Leider verschaltete ich mich Ende der Triple einmal und mein Gegner rutschte durch. Ich blieb an ihm dran und wollte in der letzten Runde den finalen Angriff starten, doch leider wurde an der Stelle, die ich mir dazu ausgesucht hatte, gelb gezeigt und ich musste mich mit Platz zwei zufrieden geben. Zwei Zehntel Rückstand auf den ersten Platz und knapp zehn Sekunden Vorsprung auf  Platz drei ließen mich dann doch mit dem Ergebnis zufrieden sein, ging doch wenigstens die schnellste Rennrunde mit einer 1:28,0 an mich.

Sonntagmittag wurde der zweite Lauf gestartet. Ich konnte wieder als Führender in die erste Kurve einbiegen, aber Schacht konnte sich etwas später an die Spitze setzen und zog langsam davon. Auf der Bremse kam ich zwar immer wieder an ihn ran, aber die Beschleunigung der neuen Pannigale V4S ist schon beeindruckend, ich kam da leider nicht mit. Und wie mir Schacht nach dem Rennen erzählte, hat das Entfernen des DB Eaters vor dem zweiten Lauf die Höchstgeschwindigkeit nochmal um 6 Km/h erhöht. So wurde ich auch in diesem Rennen wieder sicherer Zweiter vor Valtonen.

Damit war eine tolle Veranstaltung beendet, die nächsten Rennen finden für uns in Dijon statt.

Rennen 1.pdf
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DRC auf dem Sachsenring

Nachdem ich in Schleiz leider durch technischen Defekt nur wenige Runden fahren konnte, freute ich mich umso mehr auf die DRC Veranstaltung auf dem Sachsenring. Unser Part, bestehend aus einem freien Training, einem Qualifying und dem Rennen, fand am Sonntagvormittag statt. Das freie Training nutzte ich, um ein Gefühl für die Strecke zu bekommen, denn mit dem Superbike dort zu fahren ist etwas ganz anderes als mit der 600er. Ich fühlte mich ganz gut, änderte noch ein paar Kleinigkeiten und schon ging es raus zum Qualifying. Mehr als eine 1:30,7 war nach der kurzen Zeit nicht drin und das war dann Platz vier.

Gut eine Stunde nach dem Qualifying wurde bereits das Rennen gestartet. Ich hatte gleich zu Beginn  eine kleine Rangelei mit einem Gegner und musste zwei Kollegen ziehen lassen, die sich auch direkt aus dem Staub machten. Einer der beiden war ein einheimischer Fahrer, der, so wurde erzählt, wohl ständig auf dem Sachsenring trainiert und daher entsprechend schnell unterwegs war. Ich kam an die beiden Führenden nicht mehr ran und beendete das Rennen als Dritter.

Als nächstes steht die IPBM auf meiner Heimstrecke in Oschersleben auf dem Plan. Ich freue mich schon sehr darauf, denn in diesem Jahr bin ich dort noch nicht gefahren.

Die tollen Fotos vom Sachsenring sind von Hennes Lenz.

DRC in Most

Zum zweiten Mal in dieser Saison ging es ins tschechische Most, diesesmal allerdings zur DRC, der Deutschen Rundstrecken Championship.

Leider konnten wir nicht wie sonst üblich schon am Freitag trainieren, sondern gingen erst am Samstag nach einem Testturn in die Qualifyings. Bereits bei unserem ersten Besuch auf dieser Strecke vor wenigen Wochen hatten wir einen anderen Reifentyp verwendet, der mir sehr gut gefiel und mit dem ich meine Rundenzeit aus dem Vorjahr deutlich verbessern konnte. Wir hatten das Fahrwerk meiner R1 etwas an diesen Reifentyp angepasst und hofften, daß das ein Schritt in die richtige Richtung war.

Das ersteQualifying beendete ich als Zweiter mit 0,08 Sekunden Rückstand auf die Poleposition. Damit konnte ich erstmal leben. Zum zweiten Quali am Nachmittag änderten wir noch eine Kleinigkeit und mit einer 1:38,56 konnte ich mir dann die Pole sichern.

Der Start zum ersten Rennen am Sonntagvormittag ging etwas daneben. Viel zu früh vor der Schikane gebremst und schon waren zwei Gegner durch. Nach einer Runde holte ich mir den ersten der beiden Ende Start/Ziel und wenige Runden später konnte ich mich dann endlich an die Spitze setzen. Ich gewann das Rennen mit gut zwei Sekunden Vorsprung und konnte meine persönliche Bestzeit in Most auf 1:38,1 verbessern.

Mein stärkster Gegner aus dem ersten Rennen konnte wegen eines technischen Defekts leider nicht im zweiten Rennen antreten und so fuhr ich relativ unbedrängt vom Start weg den zweiten Sieg des Tages nach Hause.

Nun folgt erstmal eine kleine Pause, bevor es zum nächsten DRC Lauf nach Schleiz geht.

 

IBPM Most

Bei herrlichem Wetter fanden die beiden ersten Läufe zur Internationalen Bike Promotion Meisterschaft im tschechischen Most statt. Ein starkes Feld mit 34 Startern versprach eine Menge Spaß.

Viele neue Namen im Starterfeld machten eine Prognose schwierig, aber nach den Trainings wusste ich, wer meine Gegner sind. Ich stand auf Startplatz drei, vor mir die beiden schnellen Tirsgaard Brüder aus Dänemark.

Zum Rennen bekam ich erstmals einen neuen Reifen eines anderen Herstellers, der uns empfohlen worden war und ich war gespannt, wie er funktionieren würde.

Den Start konnte ich zwar gewinnen, aber vor der ersten Kurve hielten die beiden Dänen rein, als wenn es kein Morgen geben würde. Ich reihte mich also dahinter ein und wartete ab. Der Abstand zum Zweiten wurde zwar größer, doch ich gewöhnte mich immer mehr an die ungewohnte Performance des neuen Reifens. Und siehe da, gegen Rennende wurde der Abstand wieder kleiner und ich war deutlich schneller als mein Gegner. Leider reichte es im Ziel um 7/100 nicht und ich wurde Dritter.

Der Start zum zweiten Rennen fand Sonntagmittag statt. Die beiden Dänen und ich führten das Feld an, aber nach wenigen Runden gab der schnellere der beiden wegen technischer Probleme auf. In diesem Rennen war mein Gegner aus dem ersten Rennen leider schneller und ich fuhr einen sicheren zweiten Platz nach Hause. Damit liege ich zurzeit in der Gesamtwertung auf  Platz zwei. Die nächsten Läufe finden auf dem Lausitzring statt, schauen wir mal, was ich dort ausrichten kann.

Die 1000 KM von Hockenheim

Ostern ging es auf Einladung von MGM Racing Performance zu den traditionellen 1000 Km von Hockenheim. Der Hockenheim Ring ist nicht meine Lieblingsstrecke, aber wenn jemand wie Michael Galinski ruft und man die Chance hat, mit einem Ex- Weltmeister wie Jörg Teuchert im Team zu fahren, darf man nicht zögern und muss zusagen.

Am Samstagvormittag ging es in ein kurzes Zeittraining, aus dem wir als Sechster hervorgingen.

Den Start um die Mittagszeit fuhr Jörg Teuchert, nach 19 Runden übernahm ich und nach weiteren 19 Runden fuhr Michael Galinski seinen Turn. In dieser Reihenfolge ging es weiter und wir konnten uns durch gleichmäßige Rundenzeiten, schnelle Wechsel und  perfekte Boxenarbeit auf  Platz zwei vorarbeiten, den wir bis ins Ziel halten konnten.

Es hat mich beeindruckt, mit welcher Ruhe und Gelassenheit meine beiden Teamkollegen dieses Rennen abgearbeitet haben. Daraus resultiert sicher auch unser Erfolg und ich habe gemerkt, dass es auf dem Gebiet noch Potential bei mir gibt.

Es hat mir auf jeden Fall viel Spaß gemacht, aber nun freue ich mich auf die kommende Saison mit ihren Sprintrennen im Rahmen der DRC und IBPM.

Mit dem Weltmeister in Pau Arnos

Meine Saison startete in diesem Jahr in der ersten März Woche im französischen Nogaro. Gemeinsam mit einigen Teams aus der Langstreckenweltmeisterschaft und ein paar Fahrern aus der französischen Meisterschaft drehte ich bei ungemütlichem Wetter meine ersten Runden in dieser Saison. Wir hatten über Winter einiges am Motorrad geändert und ich war gespannt, ob alles so funktionierte, wie gedacht. Wetterbedingt konnte ich nicht so viel fahren, wie ich mir gewünscht hatte, aber wir konnten die aufgetretenen kleinen Fehler beseitigen und mit einem guten Gefühl ging es nach zwei Tagen weiter ins 70 Km südlich liegende Pau Arnos.

Auch hier musste ich erst mal die neue Strecke kennenlernen, aber ich war schnell in meinem Rhythmus und war begeistert von dieser Berg- und Talbahn. Wir testeten verschiedene Setups und Konfigurationen und hatten nach zwei Tagen dann das Motorrad, wo es sein sollte. Alles funktionierte wie gewünscht und wir können nun gelassen auf den eigentlichen Saisonstart warten.

Zwischen zwei Turns bekam ich Besuch vor dem Wohnmobil von meinem Markenkollegen und derzeitigen Supersportweltmeister Lucas Mahias. Er hatte netterweise Zeit für ein kurzes Gespräch und ein paar Fotos und wollte dann aber selber trainieren. Wir waren gleichzeitig auf der Strecke und ich hatte das große Glück eine knappe Runde hinter ihm zu fahren, bevor er mir wegfuhr. Es sieht völlig unspektakulär aus, wenn so ein Fahrer vor einem fährt und ich hatte keine Chance dran zu bleiben. Das war für mich sehr beeindruckend.

Nach zwei Tagen bei überwiegend schönem Wetter ging es dann am Freitagabend wieder auf die lange Heimreise.

Die letzte Ausgabe der Fastbike

Ich bin sehr traurig, dass es die Fastbike zukünftig nicht mehr gibt. Ich freue mich aber und bin auch stolz darauf, dass ich in den letzten Jahren ein Teil dieser tollen Zeitschift sein durfte. Danke Uta und Ralf für Eure Unterstützung seit Beginn meiner "Rennfahrerkarriere".

 

Hier mein letzter Bericht in der Fastbike:

Tim Holtz Oschersleben Fastbike.pdf
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