Die neue Fastbike!

Unter anderem könnt Ihr dort meine Tipps für Oschersleben lesen.

Das war es für 2017.

Eine erfolgreiche Saison 2017 ist nun zu Ende. Ich konnte die DRC Pirelli Superstock 1000 gewinnen, bin Vizemeister in der Internationalen Bikepromotion Meisterschaft geworden und was mich am meisten freut, das alles ohne einen einzigen Sturz.

Trotz der Mehrbelastung in diesem Jahr durch das Abitur im Frühjahr und meine darauf folgende Ausbildung habe ich die Umstellung von der 600er auf die R1 relativ zügig geschafft. Ich fühle mich mittlerweile sehr wohl auf dem Motorrad und konnte meine persönliche Bestzeit in Oschersleben um knapp drei Sekunden verbessern.

Mein Dank geht natürlich an mein Team, an alle die mich unterstützen und besonders an meine Gegner für die tollen und fairen Kämpfe, die wir hatten.

Ich freue mich auf die nächste Saison, auch wenn ich noch nicht weiß, wo die Reise hin geht.

Doppelsieg in der Börde

Am letzten Wochenende im August fanden zwei Rennen zur IBPM in Oschersleben statt. Nach guten Trainings konnte ich mir die Pole Position sichern.

Das erste Rennen am Samstagnachmittag konnte ich mit deutlichem Vorsprung und einer neuen persönlichen Bestzeit von 1:27,96 gewinnen.

Auch das zweite Rennen, zu ungewohnt früher Stunde am Sonntagmorgen um 09:30 Uhr, konnte ich sicher nach Hause fahren. Die R1 lief an diesem Wochenende wieder wie ein Uhrwerk und machte es mir leicht, beide Rennen zu gewinnen.

Es ging um die Wurst

Auf  Einladung der German Twin Trophy ging es für drei Tage auf den Straßenkurs im thüringischen Schleiz. Dort fanden die beiden letzten Läufe zur DMV Rundstrecken Championship statt, die ich in der Stock 1000 Klasse bereits gewonnen hatte und deswegen nicht mehr antreten musste. Ich wollte aber unbedingt auf dieser tollen Traditionsrennstrecke fahren und nahm daher sehr gerne die Einladung an. Man stellte mir eine Suzuki SV650 im perfekten Renntrim zur Verfügung, lediglich kleine Anpassungen mussten noch vorgenommen werden. Bei dieser Maschine handelt es sich um ein Mietmotorrad, das interessierte Fahrer gegen eine geringe Gebühr bei der GTT zu den Rennen ausleihen können. Sinnigerweise heißt das gute Stück  „MietSie“. Als besondere Motivation war ein Sonderpreis in Form von Thüringer Wurst und Bautzner Senf ausgeschrieben. Derjenige, der den seit 2012 bestehenden Rundenrekord in dieser Klasse von 1:38,6 unterbieten würde, sollte den Preis bekommen. Es ging also um die Wurst.

Die ersten Trainingsrunden am Freitag liefen gut, MietSie war perfekt vorbereitet und es machte Spaß, das gute Stück fliegen zu lassen. Passagen, in denen man mit dem Superbike schon mal die Luft anhält wie zum Beispiel die Seng, gingen hiermit voll.

Beide Qualifyings am Samstag verliefen gut für mich und ich stand mit einer 1:37,4 auf der Poleposition. Damit war mir die Wurst schon mal sicher.

Den Start zum erste Rennen habe ich etwas verschlafen, Nick Weidemann und Uwe Volmari gingen vor mir in die erste Kurve, aber nachdem Nick sich in der folgenden Rechts in das angrenzende Maisfeld verabschiedete, konnte ich die Führung übernehmen. Ich hatte dann ein paar freie Runden und konnte mit einer 1:36,7 den Rundenrekord nochmals unterbieten. Irgendwann lief ich auf das vor uns gestartete Feld der Belgier auf und von da wurde es etwas zäh. Schlussendlich gewann ich das Rennen und muss sagen, ich hatte selten so viel Spaß in einem Rennen wie hier, die Strecke und die SV650 passen gut zusammen.

Am nächsten Mittag war der Start zum zweiten Rennen angesetzt. Dieses Mal konnte ich den Start gewinnen und gleich die Führung übernehmen, aber nach einigen Runden sprang mir in der Spitzkehre der Gang raus, das Vorderrad klappte ein und ich landete im Kies. Ich konnte zwar aus eigener Kraft in die Box zurückfahren, aber das Rennen war natürlich gelaufen.

Trotzdem war es ein tolles Wochenende unter netten Leuten und falls jemand mal in den Rennsport reinschnuppern möchte oder über einen Klassenwechsel nachdenkt, dann ist die German Twin Trophy die beste Adresse:

 

www.germantwintrophy.de

 

Das Video zum ersten Rennen aus meiner Sicht gibt es hier: https://www.youtube.com/watch?v=DdvMte1ZaHE&feature=youtu.be

 

DRC in Dijon

Mit großer Vorfreude ging es am letzten Juli Wochenende auf den weiten Weg nach Dijon. Bereits im letzten Jahr hatte ich großen Spaß mit der Triumph Daytona dort und hoffte, dass es mit der R1 noch besser werden würde. Angesetzt waren die beiden vorletzten Läufe zur DRC Pirelli Superstock 1000 und mit 39 Startern aus Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, der Schweiz und Frankreich war das Feld nicht nur voll sondern auch qualitativ gut besetzt.

Die ersten Turns am Donnerstag nutzten wir für diverses Tests und Einstellungen und am Freitag konnte ich mich dann auf die Strecke und ihre Besonderheiten konzentrieren.

Im ersten Qualifying am Samstag hatte ich glücklicherweise ein paar freie Runden und konnte mit einer 1:21,5 die Bestzeit setzen, die auch in den Rennen nicht unterboten wurde.

Den Start zum ersten Rennen am Samstagnachmittag habe ich etwas verschlafen, nur als Dritter ging es in die erste Rechts, aber mit ein paar herzhaften Bremsmanövern konnte ich etwas später Tim van Ooijen aus den Niederlanden und Bram Lambrechts aus Belgien überholen. Die R1 von Lambrechts ging wie die Hölle und auf der langen Geraden hatte ich kaum eine Chance, aber auf der Bremse und auch in der Bergabpassage war ich schneller und so ging die Führung hin und her. Wir konnten uns etwas vom Feld absetzen und als wir das letzte Mal auf die Zielgerade gingen, kam ich besser aus der letzten Kurve heraus und konnte den Vorsprung bis ins Ziel retten.

Das zweite Rennen wurde am Sonntagvormittag gestartet und verlief ähnlich wie das erste, nur dass wir jetzt eine Vierergruppe an der Spitze waren. Auch hier wechselte die Führung laufend und keiner konnte sich absetzen. Als wir dann gegen Rennende auf die ersten Überrundeten aufliefen, blieb ich hinter einem Teilnehmer hängen und zwei meiner Gegner konnten durchrutschen. Leider konnte ich nicht mehr zurückschlagen und ging als Dritter über die Ziellinie. Da die Gaststarter nicht punktberechtigt waren, bekam ich zweimal die volle Punktzahl und bin somit bereits zwei Rennen vor Schluss Gesamtsieger der Pirelli Superstock 1000 Serie 2017. 

Danke an Hennes Lenz für das tolle Foto!

IBPM und Hackfressen WM in Oschersleben

Bike Promotion hatte nicht nur zur IBPM nach Oschersleben eingeladen, sondern es sollte sogar eine Weltmeisterschaft stattfinden. In der Meisterschaft lag ich auf Platz zwei mit satten 69 Punkten Rückstand auf unseren Freund Heinz-Reiner Düssel. Wir waren nicht nach Brünn und auch nicht zum Slovakia Ring gefahren und mussten so zusehen, wie Heinz-Reiner sich deutlich an der Spitze der Tabelle absetzte. Also war die Devise den Rückstand möglichst zu verkleinern. Die Qualifyings begannen bereits am Freitag und wir konnten diverse Dinge testen, die wir im Vorfeld geändert hatten. Als alles so war, wie ich es mir wünschte, ging ich nochmal raus und sicherte mir mit einer 1:30 die vorläufige Pole.

Am Samstagmorgen war die Strecke noch feucht und ich verzichtete auf das Training. Nun kam die Simson aus dem Anhänger, denn es stand das Qualifying zur Hackfressen WM auf dem Plan. Bike Promotion hatte zum 20 jährigen Firmenjubiläum eine Weltmeisterschaft zurückgeholt, die es vor vielen Jahren schon einmal gab. Gefahren wurde auf 50 ccm Mopeds, die älter als 20 Jahre sein mussten. Es gab zwei Klassen, einmal bis und einmal ab Baujahr 1980. Ich startete mit meinem Boliden von 1977 in der ersten Klasse. Es regnete stark, aber trotzdem war ich schnell genug, um die Simson auf den dritten Startplatz zu stellen. Das zweite Training fand dann endlich bei trockenen Bedingungen statt und ich konnte meine ganze Erfahrung mit der Strecke in Oschersleben ausspielen. Zufrieden stellten wir die Simson in die Box für einen letzten Check und warteten auf das Rennen am Abend. Es stand zwar noch ein Turn mit der R1 an, aber meine Gedanken waren schon bei meinem wichtigsten Rennen der Saison.

 Es war ein Le Mans Start vorgesehen und ich wusste, dass es schwierig werden würde, gegen die 35 durchtrainierten und äusserst motivierten Kollegen zu bestehen. Nach den üblichen Psychospielchen in der Startaufstellung ging es endlich los und ich bog als zweiter in die erste Kurve ein. Mein Team hatte perfekt gearbeitet und mir die Maschine so hingestellt, dass ich bis auf eine Stelle alles mit Vollgas fahren konnte. Es war sehr kräftezehrend, sich gegen den peitschenden Fahrtwind zu stemmen und wer mal mit 62 Km/h Dauergeschwindigkeit auf einer unverkleideten Maschine unterwegs war, wird mir zustimmen, dass so etwas nur mit unbändigem Siegeswillen zu schaffen ist. Ich wurde dann als Dritter im Ziel abgewunken und es ging sofort zum zweiten Teil der WM in die Boxengasse. Das Video findet ihr hier: Video

Die zwanzig Besten des Rennens mussten nun Mann gegen Mann ungefähr 250 Meter in voller Montur inclusive Helm das Moped schieben und nur der Erste kam weiter. Ich konnte meinen Lauf gewinnen und war somit unter den Top Ten, die am Abend im Festzelt antreten mussten.

Zuerst wurden die Gewinner des Rennens geehrt und zu meiner Überraschung war ich Sieger der Klasse bis Baujahr 1980. Ich habe mich sehr darüber gefreut, aber dann kam es ganz dicke: Die Top Ten mussten sich an einen Tisch setzen und da es sich um die Hackfressen WM handelte, war mir die Aufgabe sofort klar, als ich die Teller sah: Hack fressen! Genauso klar war mir allerdings auch, dass ich hier nichts erben würde, denn essen ist nicht unbedingt mein Ding. Sieger und damit Hackfressen Weltmeister wurde verdient Max Böttcher. Über den Rest des Abends breite ich lieber den Mantel des Schweigens.

Das erste Rennen des nächsten Tages stand bereits am frühen Sonntagvormittag an und ich fühlte mich gut. Ich konnte einen Start/Zielsieg einfahren und meine persönliche Bestzeit in Oschersleben auf 1:29,4 verbessern. Auch das zweite Rennen am Nachmittag konnte ich gewinnen und zufrieden ging es dann nach Hause.

DRC Oschersleben Lauf 5 und 6

Der Wetterbericht sagte nichts Gutes voraus, als es zur DRC nach Oschersleben ging. Das erste freie Training am Freitag fand dann auch im Nassen statt, was uns aber nicht weiter störte, da es als reiner Funktionstest gedacht war. Ab Mittag war die Strecke dann trocken und gemeinsam mit IDM Fahrern wie Markus Reiterberger und Danny de Boer ging es auf die Jagd nach schnellen Rundenzeiten. Ab und zu konnte ich mich kurzzeitig an einen der schnellen Fahrer hängen und deren Linie studieren, musste aber natürlich immer wieder abreißen lassen. Es war interessant zu sehen, wo die Jungs die Zehntel holen und ein bisschen was davon konnte ich für mich nutzen. So kam es dann wie es kommen musste und ich konnte am Nachmittag mit einer 1:29,998 die magische 1:30 knacken. Wir waren damit mehr als zufrieden, denn in allen Turns konnte ich trotz gebrauchter Reifen konstant tiefe 1:30er Zeiten fahren. Am Abend stellten wir die R1 dann endlich auf neue Reifen und freuten uns auf die Qualifyings am Samstag.

Bei guten äußeren Bedingungen ging es ins erste Quali und bereits nach der dritten Runde zeigte mir mein Laptimer eine 1:29,84 an. Ich fuhr wieder in die Box und wir entschieden, dass wir erst mal abwarten wollten. Da niemand schneller war, hatte ich mit gut einer Sekunde Vorsprung die provisorische Pole. Das Wetter wurde wieder schlechter und die Strecke feucht, daher verzichteten wir auf das zweite Qualifying, denn die Pole Position war mir auf jeden Fall sicher.

Im Nachhinein hätte ich vielleicht doch im Nassen trainieren sollen, denn meine Performance im ersten Rennen am Spätnachmittag, das als Regenrennen stattfand, war, vorsichtig ausgedrückt, suboptimal. Das erste Mal mit der R1 im Regen und auf den für mich neuen  Pirelli Regenreifen war sehr ungewohnt und entsprechend bescheiden waren meine Rundenzeiten. Hier besteht auf jeden Fall noch Handlungsbedarf. Ich kam als 16. von 28 Startern ins Ziel aber war trotzdem noch Dritter in der für mich wichtigen Stockwertung. So bin ich dann doch noch mit einem blauen Auge davongekommen.

Nach einem kurzen Warmup ging es dann am frühen Sonntagvormittag in das zweite Rennen, das zu meinem Glück trocken war. Ich konnte den Start gewinnen und hatte anschließend über das ganze Rennen tolle Zweikämpfe mit dem niederländischen Gaststarter Tim van Ooijen. Gemeinsam mit einem weiteren Gaststarter aus Belgien bildeten wir eine Dreiergruppe und konnten uns deutlich vom Feld absetzen. Die Führung wechselte mehrfach und trotz einiger Ellbogen- und Kniekontakte blieb es jederzeit sicher und fair, es war einfach Motorsport, wie ich ihn mir vorstelle. Mit einer 1:29,8 konnte ich die schnellste Rennrunde fahren. Gegen Rennende baute mein Hinterreifen, mit dem ich schon das Qualifying gefahren war, ab und ich musste van Ooijen ziehen lassen. Ich wurde also nur Zweiter, aber in der Stockwertung gab es die volle Punktzahl. Somit führe ich jetzt deutlich die Stockwertung der DRC an und auch in der Superbike Open Wertung bin ich nur drei Punkte hinter dem Führenden.

DRC Most Lauf 3 und 4

Das Pfingstwochenende fand für uns in Most zur zweiten DRC Veranstaltung 2017 statt. Die freien Trainings am Freitag nutzten wir für diverse Test- und Einstellarbeiten und hatten meine Yamaha R1 am Ende des Tages genau da, wo wir sie haben wollten. Reifen und Fahrwerk waren für die zu erwartenden Temperaturen angepasst und auch der Motor ging jetzt trotz des Serienauspuffs so, wie man sich das vorstellt. Eine 1:39 war das Ergebnis des Tages für uns.

Am Samstag im ersten Qualifying ging es sofort zur Sache. Ziel war es, mit möglichst wenig Runden sofort eine gute Zeit zu schaffen, was mir mit einer 1:38 auch gelang. Ich fuhr nach fünf Runden wieder an die Box und wir waren uns sicher, dass diese Zeit für die Pole Postion reichen würde. Ebenfalls unterwegs im ersten Qualifying waren meine Clubkameraden vom HMC Hannover, nämlich Christoph Pudlo, Mario Mantai und Thorsten Hohnemann. Sie nutzten die DRC Veranstaltung zum Training für das am Montag stattfindende Langstreckenrennen. In dem mit 27 Fahrern stark besetzten Feld war der HMC damit gut vertreten. Meine Rundenzeit wurde nicht verbessert und so war ich auf Platz eins des Q1.

Um das Material zu schonen und auch Reifen zu sparen, nahmen wir nicht am zweiten Qualifying teil, sondern setzten darauf, dass wegen der jetzt höheren Temperaturen meine Zeit aus Q1 Bestand haben würde. So kam es dann auch und ich hatte den ersten Startplatz mit 0,9 Sekunden Vorsprung auf den Zweiten sicher. Anschließend kam der Regen, der bis zum nächsten Morgen anhielt und erst zu unserem Rennen am späten Sonntagvormittag war die Strecke wieder trocken.

Den Start zum ersten Rennen fuhr ich verhalten, denn ich war mir nicht sicher, ob nach dem Regen der Grip noch wie am Vortag war und wollte nichts riskieren. Ich kam als sechster aus der ersten Runde zurück, allerdings hatte Thorsten Hohnemann vor mir einen Frühstart und rutschte wegen seiner 20 Sekunden Strafe hinter mich. Ich fuhr den fünften Platz nach Hause, denn ich wusste, dass ich in der Stock Wertung auf Platz eins lag und die vollen Punkte für den Sieg bekommen würde. Was mich besonders freute, war, dass alle HMC Fahrer unter den Top Ten waren.

Den Start zum zweiten Rennen am späten Nachmittag konnte ich gewinnen und führte, bis mich Mario Mantai noch in der ersten Runde an einer Stelle überholte, an der ich überhaupt nicht mit ihm gerechnet hatte. Ende Start/ Ziel holte ich mir dann die Führung zurück und versuchte mich abzusetzen. Leider gelang es mir nicht wirklich, denn zwei Fahrer waren nicht abzuschütteln und waren nie weiter als eine Sekunde hinter mir. In der letzten Runde überholte mich einer von ihnen aus dem Windschatten heraus und ich blieb an ihm dran in der Hoffnung, dass er einen Fehler machen würde und ich ihn wieder überholen könnte. Leider tat er mir diesen Gefallen nicht und so ging ich als Zweiter durchs Ziel. Das störte mich nicht wirklich, da der Erste als Gaststarter sowohl in der Open- als auch in der Stockwertung keine Punkte bekam.

Auch in diesem Rennen war der HMC mit drei Fahrern unter den ersten sechs mehr als gut vertreten.

Mit zweimal 25 Punkten für die Siege in der Stockwertung konnte ich meine Tabellenführung deutlich ausbauen und freue mich nun auf mein Heimrennen Ende des Monats in Oschersleben.

 

IBPM Lausitzring

Das lange Vatertagswochenende verbrachten wir bei der IBPM auf dem Lausitzring. Den Freitag nutzten wir für ein paar Tests und auch, um einfach mehr Fahrpraxis auf der R1 zu bekommen. Mit uns waren auch das IDM Team Laux mit Sarah Heide und das Team Bergau mit Daniel Bergau unterwegs. Ich konnte mir einiges dort abgucken, aber zurzeit ist das noch eine andere Liga.

Nach den Qualifyings stand fest, dass ich mit meiner R1 von Startplatz vier starten würde. Damit war ich mehr als zufrieden, denn unter den über 30 Teilnehmern waren auch einige schnelle Jungs aus dem BMW S1000RR Cup, der ebenfalls dort stattfand.

Als der Mann mit der roten Flagge die Startaufstellung zum ersten Rennen verlassen hatte, dachte ich, die Welt geht unter. Alle um mich herum schalteten ihre Launchcontrol ein und gaben Vollgas, von meiner R1 mit dem Serientopf war natürlich nichts mehr zu hören. Aber da ich sowieso „oldschool“ starte und mich auf mein Gefühl verlasse, war mir das relativ egal. Als die Ampel ausging, konnte ich sofort zwischen Sarah Heide und Martin Nilsson vor mir durchgehen und die Führung des Feldes übernehmen. Ganz konnte ich die Pace meiner Gegner noch nicht mitgehen, was vielleicht auch den gebrauchten Reifen geschuldet war und so beendete ich das Rennen mit vier Sekunden Abstand auf die Spitze auf Platz vier und einer persönlichen Bestzeit von 1:44,7.

Das zweite Rennen fand bei hochsommerlichen 30 Grad am Nachmittag statt und ging über 17 Minuten plus eine Runde. Ich bog als Dritter in die erste Kurve ein und fand mich nach der ersten Runde auf Platz fünf wieder. Zur Mitte des Rennens schieden zwei Fahrer vor mir aus und ich war somit bereits Dritter. Ich schaute mir meinen dänischen Kollegen auf seiner BMW in den nächsten Runden an und entschied mich für ein finales Manöver vor der letzten Schikane. Ich konnte mich dann in der letzten Runde dort vorbeibremsen und kam knapp vor ihm ins Ziel. Das war der zweite Platz, aber da Sarah, die das Rennen gewann, außerhalb der Wertung fuhr, bekam ich die volle Punktzahl und führe nun auch diese Meisterschaft an.

DRC Hockenheim

Mitte Mai ging es zu den ersten Läufen der DRC nach Hockenheim, gefahren wurde die GP Variante. Für mich war es das erste Mal mit der Yamaha R1 und entsprechend gespannt war ich, wie ich damit klar kommen würde.

In den Qualifyings zeigte sich dann sehr schnell, dass ich mit der Serienauspuffanlage leitungsmäßig deutlich unterlegen war, die Kollegen flogen auf der Parabolika nur so an mir vorbei. Startplatz sechs war das Resultat, vor mir nur Motorräder mit „gehobener“ Ausstattung.

Den Start zum ersten Rennen konnte ich gewinnen, aber meine Führung hielt nur bis zur Parabolika, dann wurde ich eingeatmet. Ich hatte im Rennen ein paar schöne Positionskämpfe mit „Tead“ #40 und kam als Neunter ins Ziel. In der Stockwertung bedeutete das Platz zwei und schon mal 20 Punkte.

Der Start zum zweiten Rennen war etwas chaotisch, der Fahrer vor mir hatte Probleme mit seiner Maschine und hob die Hand, aber es wurde nicht abgebrochen. Ich musste also einen kleinen Schlenker fahren und da waren die beiden ersten schon mal weg. Ich fuhr dann in einer Kampfgruppe mit drei weiteren Fahrern und konnte mich erst gegen Rennmitte etwas absetzen. Der vierte Platz im Ziel war das Ergebnis und in der Stockwertung war ich sogar Erster mit weiteren 25 Punkten für die Meisterschaft, die ich nun anführe.

Mein erstes Rennen mit der R1

Bilder von Ron Pätzig

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