DRC / DLC Sachsenring

Am ersten Juli Wochenende ging es zur DRC auf den Sachsenring. Wir nutzten den Donnerstag und Freitag zum Training, mussten aber wegen der Lärmbestimmungen mit dem Serienauspuff fahren. Das Training war ausgebucht und entsprechend schwierig war es, eine freie Runde zu erwischen. Trotzdem führte ich nach den zwei Tagen die Zeitenliste an und war relativ zufrieden mit meinen Rundenzeiten. Am Abend musste das Team meine Daytona wieder zurück auf den Rennzustand rüsten, denn der Samstag war „Lärmtag“ und wir durften wieder die leichte Auspuffanlage fahren. Unser Fahrwerksmann Dave von DS-Suspension meinte dann auch noch, er wolle nochmal die Gabel umbauen, er hätte da eine Idee und schon waren alle beschäftigt.

Der nächste Tag begann bereits um 7:20 Uhr mit der Fahrerbesprechung und gleich anschließend war das erste freie Training angesetzt. Mit Thomas Gradinger, Marc Buchner, Toni Riedel und Christoph Beinlich waren schon einige schnelle Leute dabei und entsprechend schnell waren die Rundenzeiten. Nach den Qualifyings stand ich nur auf Startplatz acht, aber ich wusste zum Glück, warum das so war und hoffte auf einen guten Start.

Bedingt durch einen Stromausfall wurde das erste Rennen nicht mit der Ampel sondern per Flagge gestartet. Ich kam gut weg und war nach kurzer Zeit bereits an dritter Stelle hinter Gradinger und Buchner. Hinter mir lauerte bereits Christoph Beinlich. Ich konnte die Pace der beiden Führenden mitgehen, aber leider verbremste ich mich Ende Start/Ziel und musste weit gehen. Ich kam als achter wieder auf die Strecke und kämpfte mich bis ins Ziel noch auf Platz sechs vor.

Das zweite Rennen fand im Regen statt und ich war ziemlich unsicher, denn ich war noch nie auf  Pirelli Regenreifen gefahren. Entsprechend verhalten fuhr ich die ersten Runden und fiel fast bis an das Ende des Feldes zurück. Ich fand dann aber doch noch meinen Rhythmus und fuhr auf den achten Platz vor.

Mit beiden Rennen war ich nicht zufrieden, aber wenigstens bin ich ins Ziel gekommen und habe noch ein paar Punkte retten können. In einer langen Teambesprechung haben wir alle Fehler analysiert und ich bin sicher, dass wir uns nicht nochmal so billig verkaufen werden.

Am späten Nachmittag wurde dann das DLC Langstreckenrennen bei strömendem Regen gestartet. Gemeinsam mit Mario Mantei und Christoph Pudlo trat ich in der Klasse 1 für den HMC Hannover an. Mario übernahm den Start und fuhr einen langen ersten Turn. Christoph löste ihn dann ab, aber stürzte nach kurzer Zeit und kam wieder rein. Da meine Daytona auf Slicks stand, musste Mario wieder auf die Strecke und fuhr damit schon seinen zweiten Turn. Eine halbe Stunde vor Rennende war dann ein schmaler trockener Streifen auf der Fahrbahn sichtbar und ich konnte Mario ablösen. Es ging zwar ganz gut mit den Slicks, aber man durfte den trockenen Teil nicht verlassen, dann wurde es rutschig. Überholen war so leider nicht wirklich möglich, aber letztendlich kam ich als dritter in der Klasse 1 und als neunter im Gesamtklassement ins Ziel. Das war eine tolle Erfahrung und hat mir großen Spaß gemacht, vielen Dank an Christoph und Mario!

Triumph Challenge Brünn

Es war im wahrsten Sinne des Wortes ein heißes Wochenende in Brünn. Die nächsten beiden Läufe zur Triumph Challenge standen an und um die in Hockenheim verlorene Tabellenführung zurück zu erlangen, musste wir die weite Reise nach Tschechien auf uns nehmen und natürlich auch noch punkten.

Am Freitag konnte ich mich in zwei freien Turns wieder an die Strecke gewöhnen und fand schnell meinen Rhythmus. Abends fand noch ein Langstreckenrennen statt, aber mir war es einfach zu warm und ich habe deshalb lieber zugesehen.

Das erste Qualifying lief dann am Samstagmorgen gut für mich, ich war mit Abstand der Schnellste und auch im zweiten Training konnte ich die Spitzenposition halten. Das dritte Training ließen wir daher aus und ich bereitete mich auf das Rennen vor.

Ich konnte den Start gewinnen und setzte mich dann kontinuierlich vom Feld ab, im Ziel betrug mein Vorsprung knapp 18 Sekunden.

Nachts kühlte es sich dann ab und zum Rennen am Sonntagnachmittag hatten wir angenehmere Temperaturen. Auch dieses Mal gewann ich den Start, nur Uwe Geist tauchte kurz neben mir auf, wollte aber keinen Streit vor der ersten Kurve und steckte zurück. Wieder konnte ich mich absetzen und gewann auch dieses Rennen.

Somit haben wir unser Ziel erreicht und führen wieder die Tabelle an. Die nächsten beiden Läufe zur Triumph Challenge finden Ende des Monats auf meiner Heimstrecke in Oschersleben statt.

Das Rennen in Hockenheim onboard

Triumph Challenge Hockenheim

Zu den Läufen drei und vier der Triumph Challenge mussten wir am ersten Juni Wochenende nach Hockenheim. Der Wetterbericht sagte schon wieder wechselhafte Bedingungen mit deutlichen Regenanteilen voraus.

Prompt lief es schlecht für uns, wir hatten immer die falschen Reifen montiert und ich habe kaum vernünftige Runden zusammengebracht. Entsprechend weit hinten im Feld war meine Startposition mit Platz 16. Hinzu kam, dass bei diesem Veranstalter auf dem Hockenheimring hinter dem Pace Car gestartet wird. Ich konnte meinen Trumpf des schnellen Starts also nicht ausspielen. Zwei Einführungsrunden gingen dann auch irgendwann vorbei, die Reifen hatten sich natürlich entsprechend abgekühlt, aber egal. Ich merkte sofort, dass mit meinem Serienauspuff auf der Geraden nichts zu reißen war. Wir hatten den Auspuff in Vorbereitung auf diese Veranstaltung montieren müssen, da der Veranstalter mehrfach darauf hingewiesen hatte, dass sehr genau auf die Lautstärke geachtet werden würde. Dem war zwar dann nicht so, aber wir waren wenigstens auf der sicheren Seite, wobei man sich in Hockenheim dessen nie sicher sein sollte. Jedenfalls schluckte dieser Auspuff gehörig Leistung und ich musste mir die Jungs auf der Bremse holen. Das macht mir sowieso mehr Spaß, da dann nicht wieder das Gerede von Mehrleistung, Tuning etc. anfängt.

Nach der ersten Runde fand ich mich auf Platz sieben wieder und nach Runde zwei war ich bereits Vierter. Eine Runde später führte ich dann das Feld an und wollte mich absetzen. Zwei Runden später kam dann das tragische Ende. Beim Herausbeschleunigen aus der Spitzkehre am Ende der Parabolika ging mir das Hinterrad weg und ich flog per Highsider ab. Zwei weitere Kollegen stürzten mit mir in der gleichen Ecke und etwas später wurde das Rennen abgebrochen. Es stellte sich heraus, dass an Stelle der Strecke bereits seit zwei Runden feuchte Stellen waren und gelb-orange Flaggen gezeigt wurden. Die folgende Diskussion um Verantwortlichkeiten oder Zuständigkeiten möchte ich an dieser Stelle nicht wiedergeben.

Ich wurde dann als Führender gewertet, bekam aber wegen der kurzen Renndauer nur die halbe Punktzahl.

Mit Hilfe einiger Fahrerlagernachbarn wurde danach das Motorrad wieder gerichtet, der heftig verbogene Heckrahmen bekam wieder seine alte Form, ein neuer Lenkerstummel war auch schnell montiert und mit Tape und Kabelbindern entstand ein brauchbarer Höcker.

Mit Schmerzen konnte ich am nächsten Morgen das Warmup fahren, aber leider wurden wir nach der ersten Runde von der Strecke geholt, irgendwo fanden noch Bergungsarbeiten statt. Warum man uns dann erst raus gelassen hatte, wusste natürlich auch keiner. Hockenheim eben.

Pünktlich zum Start des zweiten Rennens begann es dann zu regnen, wir hatten natürlich Slicks montiert und mussten nun entscheiden, ob wir umbauen oder einpacken. Mit den Schmerzen im Knie und im Knöchel wählten wir die zweite Variante und packten ein.

Jetzt werde ich mich erst mal auskurieren und die Daytona wieder richtig fertigmachen und dann geht es zum nächsten DRC Lauf auf dem Sachsenring.

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Bericht im Blickpunkt

Pfingsten in Most

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Auftakt zur Triumph Challenge

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Doppelsieg in Oschersleben

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